Tobias Daniel - Online-Redakteur

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Fußball im Überblick


Hier finden Sie einen Überblick über alles Wichtige rund um eine der beliebtesten Sportarten der Welt. Daneben finden Sie eine Auwahl bekannter Spieler und Trainer sowie eine Übersicht der bekanntesten Fußballvereine, aller Nationalmannschaften und bekannten Wettbewerbe sowie Statistiken rund um den Fußball. Es bestehen keine Gewähr und kein Anspruch auf Vollständigkeit und Aktualität der bereitgestellten Informationen.

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Herausragende deutsche Traditionsvereine

FC Bayern München

FC Bayern München Mit über 280.000 Mitgliedern ist der FC Bayern München derzeit der mitgliedstärkste Sportverein der Welt. Gegründet wurde der "Stern des Südens" bereits am 27. Februar 1900 im "Weinhaus Gisela" in Schwabing aus der Fußballabteilung des MTV München. Allerdings kamen die Vereinsgründer oftmals nicht aus München oder Bayern, sondern aus Berlin, Freiburg, Leipzig und Bremen. Erster Präsident in der Geschichte des Vereins war der Berliner Franz John (1900-1903).

Im Jahre 1919 wurde Kurt Landauer zum Präsidenten des FC Bayern München gewählt und zur prägenden Figur des Vereins zwischen den beiden Weltkriegen. So schlug seine moderne und weltmännische Art auch auf dem Feld durch. So setzte er auf Jugendförderung, ein gepflegtes Flachpassspiel und eine internationale Ausrichtung des Klubs. Zudem holte er den Engländer William Townley als ersten professionellen Trainer des Vereins - schon bald traten Weltklubs wie der FC Barcelona oder CA Peñarol Montevideo zu Gastspielen in München an.

Mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten fand der Höhenflug jedoch ein bitteres Ende. Landauer musste als Jude am 22. März 1933 als Präsident des FC Bayern München zurücktreten. Während der NS-Diktatur war der FC Bayern München im Gegensatz zum Lokalrivalen TSV 1860 München als "Judenclub" verpöhnt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt der Verein bereits schnell eine neue Lizenz. Allerdings blieben bis Mitte der 1960er-Jahre - mit Ausnahme des ersten Gewinns des DFB-Pokals 1957 - die großen sportlichen Erfolge aus. Bei der Gründung der Bundesliga 1963 war der FC Bayern München zunächst nicht dabei. Erst 1965 gelang dem Münchener Verein der Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.

Untrennbar verbunden ist der Aufstieg des FC Bayern München auch mit dem Namen Wilhelm Neudecker eng verbunden. Der Bauunternehmer wurde am 24. Oktober 1913 in Straubing geboren. Als er 1962 zum Präsidenten gewählt wurde, stand der FC Bayern München noch im Schatten des großen Lokalrivalen TSV 1860 München. So kickte der FC Bayern noch in der damals zweitklassigen Regionalliga. Mit der Verpflichtung von Trainer Zlatko ("Tschik") Cajkovski sowie Robert Schwan als erstem professionellen Fußballmanager gelang dem FC Bayern schließlich 1965 der Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga.

Während der folgenden Jahre gelangen Neudecker weitere nachhaltige Trainerverpflichtungen - darunter Branko Zebec, Udo Lattek oder Dettmar Cramer - sowie wegweisende Spielertransfers mit Josef ("Sepp") Maier, Franz Beckenbauer, Gerhard ("Gerd") Müller, Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge oder Uli Hoeneß. In den 1970er-Jahren stieg der FC Bayern München zu einem der weltbesten Fußballvereine auf. Bis zum Ende seiner Amtszeit am 24. März 1979 gewann der FC Bayern München jeweils vier Deutschen Meisterschaften (1969, 1972, 1973 und 1974) und DFB-Pokale (1966, 1967, 1969 und 1971). Hinzu kamen vier Europapokalsiege - der Europapokal der Landesmeister (1974, 1975, 1976) und der Europapokal der Pokalsieger (1967) - sowie der Weltpokal (1976).

Nach einer Umbruchphase Ende der 1970er-Jahre prägt Uli Hoeneß bis heute maßgeblich die Geschicke des Vereins. Am 1. Mai 1979 wechselte Hoeneß ins Management des FC Bayern - mit 27 Jahren wurde er der jüngste Manager in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Zudem übernahm er mit dem Verein einen tönernen Koloss mit drei Millionen D-Mark Schulden - und viel Verantwortung. Doch nichts konnte ihn letztlich aus der Bahn bringen - noch nicht einmal ein Flugzeugabsturz im Februar 1982, den er als einziger Passagier überlebte. In den folgenden Jahren wurde Hoeneß schließlich zum Gesicht des FC Bayern. Dabei schien alles auf ihn zuzutreffen, was man mit dem Verein verband: Laut, polternd, unbeliebt, aber auch reich, erfolgreich und verehrt. Sein Temperament führte ihn in manchen Konflikt, den er angeblich zwar "nie gesucht hat" - ihm aber "auch nie ausgewichen ist".

Zudem wurden unter seiner Ägide über 150 Spieler verpflichtet sowie einige renommierte Trainer nach München geholt - von Udo Latteck über Giovanni Trappatoni, Louis van Gaal, Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes bis hin zu Pep Guardiola. Mit ihnen gewann der FC Bayern unter Hoeneß Ägide zahlreiche nationale und internationale Titel: 21 Deutsche Meisterschaften (1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2017, 2018 und 2019), 15 DFB-Pokalsiege (1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013 und 2019), sechs Ligapokalsiege (1997, 1998, 1999, 2000, 2004 und 2007) und vier Supercupsiege (1987,1990, 2010 und 2012) sowie zweimal die UEFA Champions League (2001 und 2013) und jeweils einmal den UEFA-Pokal (1996), den UEFA Super Cup (2013), den Weltpokal (2001) und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft (2013). Sportlicher Höhepunkt des FC Bayern München ist bis heute die Triple-Saison 2013 mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft, dem DFB-Pokal und der Champions League im ersten deutsch-deutschen Finale der Geschichte. Komplettiert wurde das Rekordjahr mit dem Gewinn des UEFA Super Cup und der Klub-Weltmeisterschaft.

Darüber hinaus formte er den FC Bayern München zu einer globalen Marke und zu einer Weltmacht des internationalen Fußballs - legal und redlich, ohne Kredite und Pfändungen. Mit Blick auf die großen Champions in Europa mit ihren Schulden verwendete Hoeneß oftmals das Bild, dass diese in der Bank eben immer in die Kreditabteilung gingen - während er in die Festgeldabteilung abbiege. Dennoch bleibt der FC Bayern München bis heute seinem Motto "Mia san Mia" treu. Dabei sieht sich der Verein der Innovation genauso verpflichtet wie der Tradition.

Als einer der wenigen deutschen Vereine ist der FC Bayern München auch im Frauenfußball erfolgreich. So wurde die Frauenfußballabteilung bereits 7. Juni 1970 gegründet. Erster großer Erfolg der Damenmannschaft war Gewinn der deutschen Meisterschaft 1976. Nach einer wechselvollen Geschichte gehört die Damenmannschaft des FC Bayern München zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga im Jahr 2000. In den folgenden Jahren gelangen zwei weitere Meisterschaften 2015 und 2016 sowie der bislang erste und einzige Gewinn des DFB-Pokals 2012.

Erfolge der Herren:
Deutscher Meister 1932, 1969, 1972, 1973, 1974, 1980, 1981, 1985, 1986, 1987, 1989, 1990, 1994, 1997, 1999,
                              2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020
Deutscher Pokalsieger 1957, 1966, 1967, 1969, 1971, 1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008,
                                     2010, 2013, 2014, 2016, 2019, 2020
Deutscher Ligapokalsieger 1997, 1998, 1999, 2000, 2004, 2007
Deutscher Supercupsieger 1987, 1990, 2010, 2012, 2016, 2017, 2018
Süddeutscher Meister 1926, 1928
Süddeutscher Pokalsieger 1957
Bayern-Meister 1910, 1911, 1926, 1928, 1983, 1984, 1987, 2014, 2019
Bayern-Pokalsieger 2002
UEFA Champions League Sieger 1974, 1975, 1976, 2001, 2013
Europapokalsieger der Pokalsieger 1967
UEFA-Pokalsieger 1996
UEFA Super Cup Sieger 2013
FIFA-Klub-Weltmeister 2013
Weltpokalsieger 1976, 2001

Erfolge der Damen:
Deutscher Meister 1976, 2015, 2016
Deutscher Pokalsieger 2012
Bayern-Meister 1972, 1973, 1974, 1975, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986,
                          1987, 1988, 1989, 1990, 2000, 2002, 2004
Bayern-Pokalsieger 1982, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990

Hall of Fame:
Spieler: Ludwig ("Lutte") Goldbrunner, Konrad ("Conny") Heidkamp, Josef ("Sepp") Maier, Franz Beckenbauer,
             Gerhard ("Gerd") Müller, Franz ("Bulle") Roth, Hans-Georg ("Katsche") Schwarzenbeck,
             Ulrich ("Uli") Hoeneß, Paul Breitner, Karl-Heinz Rummenigge, Klaus Augenthaler, Raimond Aumann,
             Lothar Matthäus, Stefan Effenberg, Oliver Kahn, Giovane Elber, Bixente Lizarazu, Bastian Schweinsteiger,
             Philipp Lahm, Franck Ribéry, Arjen Robben, Thomas Müller
Spielerinnen: Nina Aigner, Melanie Behringer, Vanessa Bürki, Sandra de Pol
Trainer: Zlatko ("Tschik") Cajkovski, Branko Zebec, Udo Lattek, Ottmar Hitzfeld, Josep ("Pep") Guardiola,
             Thomas Wörle


TSV 1860 München

TSV 1860 München Größter Lokalrivale des Rekordmeisters ist der TSV 1860 München. Gegründet wurde der Verein, der sich selbst auch als "Münchens Große Liebe" bezeichnet, am 15. Juli 1848, die Fußballabteilung wurde hingegen erst am 25. April 1899 ins Leben gerufen. Nationale Bekanntheit erlangten die Münchener Löwen jedoch erst in den 1960er-Jahren mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1966 und dem DFB-Pokalsieg 1964. International sorgte der TSV 1860 für Furore, als man 1965 im Finale des Europapokals der Pokalsieger 1965 vor einer Rekordkulisse von 100.000 Zuschauern im Wembley-Stadion gegen West Ham United unterlag. Fünf Jahre später - im Jahre 1970 - erfolgte jedoch der Absturz der Löwen in die Zweitklassigkeit.

1982 erfolgte mit dem Lizenzentzug sogar der Zwangabstieg in die Bayernliga. Ende der 1980er-Jahre gelang unter der Ägide von Vereinspräsident Karl-Heinz Wildmoser und Trainer Werner Lorant der sportliche Wiederaufstieg bis in die Bundesliga. 2000 gelang sogar die Qualifikation für die UEFA Champions League. 2004 erfolgte jedoch der neuerliche Abstieg in die 2. Bundesliga. Im Jahr 2017 folgte schließlich der neuerliche Abstieg in die 3. Liga. Da den Löwen jedoch keine Lizenz erteilt wurde, folgte der Absturz in die Regionalliga Bayern. Bereits ein Jahr später folgte jedoch der direkte Wiederaufstieg.

Erfolge:
Deutscher Meister 1966
Deutscher Pokalsieger 1942, 1964
Süddeutscher Meister 1963
Bayern-Meister 1941, 1984, 1991, 1993, 1997, 2004, 2013, 2018
Bayern-Pokalsieger 2006, 2007

Hall of Fame:
Spieler: Rudolf ("Rudi) Brunnenmeier, Petar ("Radi") Radenkovic, Bernd Patzke, Harald Cerny, Martin Max
Trainer: Max Schäfer, Max Merkel, Werner Lorant


1. FC Nürnberg

1. FC Nürnberg Neben den beiden Traditionsclubs aus München blickt auch der 1. FC Nürnberg auf eine lange Historie zurück. Gegründet am 4. Mai 1900 zählte der Club bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren zu den Spitzenteams in Deutschland mit fünf deutschen Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiegen. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der FCN zunächst an die alten Erfolge anknüpfen mit der ersten Nachkriegsmeisterschaft 1948. Nach eher mageren sportlichen Zeiten in den 1950er-Jahren gelangen dem 1. FC Nürnberg mit der achten deutschen Meisterschaft 1961 und dem DFB-Pokalsieg 1962 ein letzter sportlicher Höhenflug.

So gehörte der FCN zwar zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Dennoch verliefen die ersten Jahre sportlich wenig erfolgreich. 1968 gewannen den Clubberern zwar unter Max Merkel den bislang letzten Meistertitel. Bereits ein Jahr später - im Jahr 1969 - als Titelverteidiger der direkte sportliche Abstieg, was bis heute einmalig in der Bundesliga ist. Erst 1978 gelang dem FCN der Wiederaufstieg ins deutsche Fußball-Oberhaus.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der 1. FC Nürnberg mit mittlerweile acht Auf- und Abstiegen zu einer regelrechten Fahstuhlmannschaft. Lediglich der Gewinn des DFB-Pokals 2007 bedeutete den ersten nationalen Titel seit 39 Jahren. Kurios: 2008 folgte der neuerliche Abstieg in die 2. Bundesliga - in diesem Falle als amtierender Pokalsieger. Mit acht Aufstiegen (1978, 1980, 1985, 1998, 2001, 2004, 2009, 2018) und neun Abstiegen (1969, 1979, 1984, 1994, 1999, 2003, 2008, 2014, 2019) halten die "Clubberer" bislang den Bundesligarekord.

Größter sportlicher Konkurrent ist bis heute die SpVgg Greuther Fürth. Vor allem in den 1920er-Jahren gehörten die beiden fränkischen Teams zu den Spitzenmannschaften in Deutschland. Dabei verbuchte Fürth in dieser Zeit ebenfalls seine bislang größten Erfolge mit drei deutschen Meistertiteln (1914, 1926, 1929). Zudem gilt das Frankenderby mit mehr als 260 Partien seit 1904 als ältestes Derby des deutschen Fußballs.

Erfolge:
Deutscher Meister 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968
Deutscher Pokalsieger 1935, 1939, 1962, 2007
Süddeutscher Meister 1916, 1918, 1920, 1921, 1924, 1927, 1929, 1947, 1951, 1957, 1961, 1962
Süddeutscher Pokalsieger 1919, 1924, 1953
Bayern-Meister 1941, 1984, 1993, 1997, 2004, 2013

Hall of Fame:
Spieler: Heinrich Stuhlfauth, Maximilian ("Max") Morlock, Andreas Köpke, Raphael Schäfer, Marek Mintál
Trainer: Izidor ("Dori") Kürschner, Herbert Widmayer, Max Merkel


FC Schalke 04

FC Schalke 04 Mit sieben deutschen Meisterschaften, fünf Pokalsiegen und einem UEFA-Pokal-Sieg gehört der FC Schalke 04 heute zu den erfolgreichsten deutschen Fußballvereinen der Geschichte. Gegründet im Jahr 1904 von einer Gruppe Jugendlicher entwickelten sich die Schalker Knappen schnell zu einer Spitzenmannschaft in Deutschland. Ihre erfolgreichste Zeit hatten die Königsblauen jedoch zwischen 1934 und 1942, als die Mannschaft jedes Jahr mindestens im Meisterschafts- oder Pokalfinale.

So gewannen die Knappen in dieser Zeit allein sechs Meisterschaften und einmal den DFB-Pokal. 1937 gelang Schalke zudem als erstem deutschen Verein das Double aus Meisterschaft und Pokal. Erfolgsrezept der Mannschaft war der sogenannte "Schalker Kreisel" um Ernst Kuzzora und dessen Schwager Fritz Szepan.

Die folgenden Jahrzehnte waren - mit Ausnahme der bislang letzten deutschen Meisterschaft 1958 und dem DFB-Pokal 1972 - eher von sportlichem Mittelmaß geprägt. Tiefpunkt war jedoch die Verwicklung in den Bundesliga-Skandal von 1971. Erst mit der Ernennung von Rudi Assauer stellten sich allmählich wieder neue sportliche Erfolge ein. Größte Erfolge in dieser Zeit waren neben den beiden Pokalsiegen 2001 und 2002 vor allem der Gewinn des UEFA-Pokals 1997. In besonderer Erinnerung bleibt jedoch die "Meisterschaft der Herzen" 2001.

Erfolge:
Deutscher Meister 1934, 1935, 1937, 1939, 1940, 1942, 1958
Deutscher Pokalsieger 1937, 1972, 2001, 2002, 2011
Deutscher Ligapokalsieger 2005
Deutscher Supercupsieger 2011
Westdeutscher Meister 1929, 1930, 1932, 1933, 1951, 1958
Westdeutscher Pokalsieger 1954
Westfalen-Meister 2003
UEFA-Pokalsieger 1997

Hall of Fame:
Spieler: Ernst Kuzzora, Fritz Szepan, Norbert Nigbur, Reinhard ("Stan") Libuda, Rüdiger Abramczik, Klaus Fischer,
             Rolf Rüssmann, Olaf Thon, Ingo Anderbrügge
Trainer: Hans Schmidt, Otto Faist, Huub Stevens


Borussia Dortmund

Borussia Dortmund Der Legende nach soll die Borussia-Brauerei unweit des Borsigplatzes der Namenspate für Borussia Dortmund gewesen sein. Gegründet am 19. Dezember 1909 in der Dortmunder Dreifaltigkeitsgemeinde entwickelte sich der BVB jedoch erst in den 1950er- und 1960er-Jahren zu einem Spitzenverein in Deutschland. Erste Erfolge auf nationaler Ebene waren der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1956 und 1957 sowie der DFB-Pokal 1965. Ein Jahr später gelang dem BVB mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1966 als erstem deutschen Verein in der Geschichte ein internationaler Erfolg auf europäischer Ebene.

Nach einer langen wirtschaftlichen und sportlichen Durststrecke in den 1970er- und 1980er-Jahren stieg der BVB in den 1990er-Jahren zu einem internationalen Spitzenteam auf. Größte sportliche Erfolge waren neben dem Gewinn zweier weiterer Meisterschaften der Gewinn der UEFA Champions League 1997 und des Weltpokals im gleichen Jahr. Mitte der 2000er-Jahre geriet der BVB jedoch durch sportliche Misserfolge sowie unternehmerische Fehlentscheidungen im Zuge des Stadionausbau in wirtschaftliche Schieflage.

Mit dem Engagement von Jürgen Klopp im Jahr 2008 konnte der BVB jedoch wieder an alte Erfolge anknüpfen. Größte Erfolge unter dessen Ägide waren der Gewinn zweier Meisterschaften sowie das erste Double der Vereinsgeschichte aus Meisterschaft und DFB-Pokal im Jahr 2012. Ein Jahr später unterlag der BVB jedoch nur knapp im ersten deutsch-deutschen Finale in der Geschichte der UEFA Champions League.

Seit Jahren gehört der BVB zu den Vereinen mit dem höchsten Zuschauerschnitt in Europa. So kamen in den letzten Jahren im Schnitt rund 80.000 Zuschauer zu jedem Bundesliga-Spiel. Berühmt ist der BVB dabei vor allem die eigene Südtribüne im heimischen Signal Iduna Park, welche mit 25.000 Fans heute die größte Stehtribüne Europas. Zudem zählt die Borussia mit über 154.000 Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Vereinen der Welt. Die größte sportliche Rivalität besteht seit Jahrzehnten mit dem FC Schalke 04. Dabei zählt das Revierderby heute zu den traditionsreichsten und bekanntesten Derbys der Welt.

Erfolge:
Deutscher Meister 1956, 1957, 1963, 1995, 1996, 2002, 2011, 2012
Deutscher Pokalsieger 1965, 1989, 2012, 2017
Deutscher Supercupsieger 1989, 1995, 1996, 2013, 2014, 2019
Deutscher Hallenpokalsieger 1990, 1991, 1992, 1999
Westdeutscher Meister 1948, 1949, 1950, 1953, 1956, 1957
Westdeutscher Pokalsieger 1963, 1965
Westfalen-Meister 1998, 2002, 2006
UEFA Champions League Sieger 1997
Europapokalsieger der Pokalsieger 1966
Weltpokalsieger 1997

Hall of Fame:
Spieler: August Lanz, Alfred ("Adi") Preißler, Alfred ("Aki") Schmidt, Timo Konietzka, Sigfried ("Siggi") Held,
             Hans Tilkoskwi, Eike Immel, Michael Zorc, Andreas Möller, Stéphane Chapuisat, Matthias Sammer,
             Karl-Heinz Riedle, Lars Ricken, Sebastian Kehl, Roman Weidenfeller, Marcel Schmelzer
Trainer: Hemann Eppendorf, Willi ("Fischken") Multhaup, Otmar Hitzfeld, Jürgen Klopp


Borussia Mönchengladbach

VfL Borussia Mönchengladbach Zu den beliebtesten deutschen Vereinen gehört auch Borussia Mönchengladbach. Gegründet im Jahr 1900 hatten die Gladbacher Fohlen vor allem in den 1970er-Jahren mit fünf deutschen Meisterschaften, zwei Pokalsiegen und zwei UEFA-Pokalsiegen ihre erfolgreichste Ära. Geprägt war diese Zeit auch vom sportlichen Duell mit dem FC Bayern München, deren Spieler in dieser Zeit den Kern der deutschen Nationalmannschaft bildeten. Vor allem die temporeiche und offensive Spielweise in dieser Zeit brachte der Mannschaft den Spitznamen "Fohlenelf" ein. Legendär wurde zudem das sogenannte "Büchsenwurfspiel" im Europapokal der Landesmeister am 20. Oktober 1971. So gewann die Borussia zwar das Heimspiel gegen Inter Mailand souverän mit 7:1. Allerdings wurde das Spiel von der UEFA annulliert, weil der italienische Roberto Boninsegna von einer leeren Büchse getroffen wurde. Einen Eintrag in die Geschichtsbücher fand auch der "Pfostenbruch am Bökelberg" am 3. April 1971.

In den 1980er-Jahren konnten die Gladbacher Fohlen jedoch nicht mehr an ihren Titelreigen anknüpfen. Der bislang letzte sportliche Erfolg gelang der Borussia mit dem Pokalsieg 1995. Vier Jahre später später mussten die Fohlen schließlich den ersten von insgesamt zwei Abstiegen (1999 und 2007) in die 2. Bundesliga hinnehmen.

Erfolge:
Deutscher Meister 1970, 1971, 1975, 1976, 1977
Deutscher Pokalsieger 1960, 1973, 1995
Westdeutscher Meister 1920, 1965
Westdeutscher Pokalsieger 1960
Niederrhein-Meister 1997
Niederhein-Pokalsieger 1997
UEFA-Pokalsieger 1975, 1979

Hall of Fame:
Spieler: Günter Netzer, Hans-Hubert ("Bertie") Vogts, Josef ("Jupp") Heynckes, Rainer Bonhof,
             Herbert ("Hacki") Wimmer, Wolfgang Kleff, Allan Simonsen, Uwe Kamps, Wilfried Hannes,
             Hans-Günter Bruns, Christian Hochstätter
Trainer: Hans ("Hennes") Weisweiler, Udo Lattek


1. FC Köln

1. FC Köln Der 1. FC Köln wurde erst am 13. Februar 1948 aus dem Zusammenschluss mehrere Fußballvereine der Domstadt. Unter seinem Gründungspräsidenten Franz Kremer fand der erste gesamtstädtische Kölner Fußballclub schnell Anschluss zu den großen Vereinen der Bundesrepublik. So waren die 1960er-Jahre die bis heute erfolgreichste Ära des Vereins mit zwei deutschen Meisterschaften, vier westdeutschen Meisterschaften und einem DFB-Pokalsieg. Zudem gelang dem Geißbock-Club 1964 die erste deutsche Meisterschaft der neugegründeten Bundesliga.

Größter Erfolg war das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Den bislang letzten Titel gewann der 1. FC Köln mit dem DFB-Pokal 1983, wo sich die Geißböcke im Finale in einem Kölner Stadtderby gegen den SC Fortuna Köln durchsetzen konnte. In den 1990er-Jahren begann allerdings der langsame sportliche Abstieg des FC mit dem Abstieg in die 2. Bundesliga im Jahr 1998. Nach einem neuerlichen Abstieg 2002 hat sich der 1. FC Köln jedoch wieder im Oberhaus des deutschen Fußballs etabliert. 2017 hat sich der FC zudem erstmals seit 25 Jahren wieder für einen europäischen Wettbewerb qualifziert. Im Folgejahr folgte hingegen der neuerliche Abstieg in die zweite Bundesliga. Wappentier des 1. FC Köln ist übrigens Geißbock Hennes.

Historische Rivalitäten gibt es aufgrund historischer und geografischer Besonderheiten zu einigen Vereinen ("Rheinisches Derby"). Die traditionsreichste Rivalität gibt es mit Borussia Mönchengladbach. Seit 1979 besteht zudem eine ausgeprägte Rivalität mit der benachbarten Werkself von Bayer 04 Leverkusen. Durch die historisch bedingte Rivalität der Domstadt mit Düsseldorf exitiert heute auch eine gewisse Konkurrenz mit Fortuna Düsseldorf. Sehr speziell ist bis heute jedoch das Verhältnis mit dem SC Fortuna Köln. So war der Südstadtklub zwar war 26 Jahre lang ununterbrochen im Profifußball vertreten, eine richtige Rivalität entwickelte sich aber nie - auch bedingt durch die unterschiedlichen Ligazugehörigkeiten.

Erfolge:
Deutscher Meister 1962, 1964, 1978
Deutscher Pokalsieger 1968, 1977, 1978, 1983
Deutscher Amateurmeister 1981
Westdeutscher Meister 1954, 1960, 1961, 1962, 1963
Westdeutscher Pokalsieger 1953, 1964
Mittelrhein-Meister 1948, 1965, 1967, 1977, 1992
Mittelrhein-Pokalsieger 1995, 2004, 2005

Hall of Fame:
Spieler: Hans Schäfer, Karl-Heinz Schnellinger, Wolfgang Overath, Wolfgang Weber, Heinz ("Flocke") Flohe,
             Dieter Müller, Pierre ("Litti") Littbarski, Harald ("Toni") Schumacher, Bodo Illgner, Anton ("Toni") Polster,
             Lukas ("Poldi") Podolski
Trainer: Hans ("Hennes") Weisweiler, Rinus Michels, Christoph Daum


Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 LeverkusenDie Werkself von Bayer 04 Leverkusen gehört seit 1979 ununterbrochen der Bundesliga an. Die größten Erfolge feierte die Mannschaft jedoch End der 1980er- und 1990er-Jahren mit dem Gewinn des DFB-Pokals und des UEFA-Pokals. Mit zahlreichen zweiten Plätzen zwischen 1997 und 2011 - darunter fünf deutschen Vize-Meisterschaften - haftet Bayer jedoch der Ruf des ewigen Zweiten ("Vizekusen") an. Sportlich besitzt Bayer 04 mit seiner eher überschaubaren Anhängerschaft zudem das Image eines klassischen Ausbildervereins.

Erfolge:
Deutscher Pokalsieger 1993
Deutscher Hallenpokalsieger 1994
Westdeutscher Meister 1968
Nordrhein-Meister 1998, 2001, 2005
Mittelrhein-Pokalsieger 1996, 1998, 2000, 2003, 2007
UEFA-Pokalsieger 1988

Hall of Fame:
Spieler: Rüdiger Vollborn, Thomas Hörster, Cha Bum-Kun, Ulf Kirsten, Simon Rolfes, Bernd Schneider,
             Jens Nowotny, Stefan Kießling
Trainer: Christoph Daum, Erich Ribbeck


Eintracht Frankfurt

SG Eintracht Frankfurt Ihre Ursprünge hat Eintracht Frankfurt um die Jahrhundertwende mit der Gründung der Frankfurter FC Viktoria 1899 und den Frankfurter Kickers im Jahre 1899. Aus deren Fusion am 13. Mai 1920 ging schließlich die heutige Eintracht hervor. Allerdings waren die ersten Jahrzehnte nur von mäßigem sportlichen Erfolg geprägt. Erst in den 1950er-Jahren begann der allmähliche sportliche Aufstieg der SGE - sportlicher Höhepunkt dieser Zeit war der erste und bislang einzige Gewinn der deutschen Meisterschaft 1959 gegen den Lokalrivalen Kickers Offenbach.

Im darauffolgenden Jahr erreichte die Frankfurter Eintracht als erste deutsche Mannschaft in der Geschichte sogar das Finale im Europapokal der Landesmeister, welches allerdings gegen Real Madrid mit 3:7 verloren ging. In den 1960er-Jahren gehörte die Eintracht zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga, der sie bis 1996 angehörte. Sportlich waren diese Jahre von einer sportlichen Berg- und Talfahrt aus Beinahe-Meisterschaften und Beinahe-Abstiegen geprägt. Sportliche Hightlights waren die bislang fünf DFB-Pokalsiege sowie der Gewinn des UEFA-Pokals 1980. Nach drei weiteren Abstiegen in die 2. Bundesliga gehört die Eintracht seit 2012 wieder dem deutschen Fußball-Oberhaus an.

Erfolge:
Deutscher Meister 1959
Deutscher Pokalsieger 1974, 1975, 1981, 1988, 2018
Süddeutscher Meister 1930, 1932, 1953, 1959
Südwest-Meister 1938
Hessen-Meister 1970, 2002
Hessen-Pokalsieger 1946, 1969
UEFA-Pokalsieger 1980

Hall of Fame:
Spieler: Adolf Bechthold, Alfred Pfaff, Jürgen ("Grabi") Grabowski, Bernd Hölzenbein, Karl-Heinz ("Charly") Körbel,
             Oka Nikolov
Trainer: Paul Oßwald, Dietrich Weise, Friedel Rausch, Karl-Heinz Feldkamp, Niko Kovac


1. FFC Frankfurt

1. FFC Frankfurt Der 1. FFC Frankfurt entstand am 27. August 1998 aus der Fußballabteilung der SG Praunheim. Bereits Mitte der 1990er-Jahre gehörten die Frankfurterinnen zu den Spitzenteams des deutschen Frauenfußballs. So gehört der 1.FFC Frankfurt nicht nur zu den 20 Gründungsmitgliedern der Frauen-Bundesliga im Jahr 1990. Mit sieben deutschen Meisterschaften, neun DFB-Pokalsiegen und vier Europapokalsiegen gelten die Frankfurterinnen derzeit als erfolgreichste deutsche Damen-Mannschaft. Sportliche Highlights sind die Duelle mit dem früheren Lokalrivalen FSV Frankfurt und dem 1. FFC Turbine Potsdam. Zur Saison 2020/21 plant der Verein eine Fusion mit der SG Eintracht Frankfurt.

Erfolge:
Deutscher Meister 1999, 2001, 2002, 2003, 2005, 2007, 2008
Deutscher Pokalsieger 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2007, 2008, 2011, 2014
Deutscher Hallenpokalsieger 1997, 1998, 1999, 2002, 2006, 2007, 2012
UEFA Women's Champions League Sieger 2002, 2006, 2008, 2015

Hall of Fame:
Spielerinnen: Birgit Prinz, Kerstin Garefrekes, Renate Lingor, Stephanie ("Steffi") Jones, Pia Wunderlich,
                      Nia Künzer
Trainer: Monika Staab, Hans-Jürgen Tritschoks


1. FC Kaiserslautern

1. FC Kaiserslautern Der 1. FC Kaiserslautern gilt bis heute als traditionsreichster Fußballverein im Südwesten Deutschlands. Gegründet am 2. Juni 1900 begann der sportliche Aufstieg der "Roten Teufel" zu einem Topverein im deutschen Fußball. So war der FCK zwischen 1945 und 1963 in der Oberliga Südwest das Maß aller Dinge. Neben elf südwestdeutschen Mannschaften (1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1963) und zwei französischen Zonenmeisterschaften 1947 und 1948 bilden die beiden deutschen Meisterschaften 1951 und 1953 die größten Erfolge des FCK.

Untrennbar verknüpft ist diese Zeit vor allem mit den FCK-Legenden Fritz Walter, dessen Bruder Ottmar Walter, Werner Liebrich, Horst Eckel und Werner Kohlmeyer verbunden. Sie bildeten das Grundgerüst der bundesdeutschen Nationalmannschaft um Bundestrainer Sepp Herberger, die am 4. Juli 1954 in der Schweiz den ersten WM-Titel gegen die hochfavorisierten Ungarn gewannen. Bis heute gilt das sogenannte "Wunder von Bern" als eigentliche Geburtsstunde der Bundesregublik Deutschland.

Im Jahr 1963 zählte der FCK zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Zwar blieben die großen Titelgewinne bis Anfang der 1990er-Jahre aus, doch zählten die "Roten Teufel" dennoch zeitweise zu den deutschen Spitzenteams. Bis heute legendär: der 7:4-Sieg gegen den FC Bayern München am 20. Oktober 1973 sowie der 5:0-Sieg gegen Real Madrid am 17. März 1982.

Sportlich turbulent verliefen hingegen vor allem die 1990er-Jahre: Nach dem ersten DFB-Pokalgewinn 1990 in der Vereinsgeschichte und der deutschen Meisterschaft 1991 fand sich der FCK binnen weniger Jahre im Tabellenkeller wieder. 1996 folgt schließlich der erste Abstieg in der Geschichte. Mit Trainer Otto Rehhagel gelang bereits ein Jahr später der Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus. 1998 wurde der FCK schließlich als erster Aufsteiger in der Geschichte deutscher Fußballmeister.

Nach 2000 gerieten die Pfälzer jedoch zunehmend in sportliche und finanzielle Schwierigkeiten. 2012 folge schließlich der dritte Abstieg in die 2. Bundesliga. Ein neuerlicher Wiederaufstieg ins Fußball-Oberhaus blieb dem 1. FC Kaiserslautern jedoch verwehrt. 2018 folgte schließlich der Abstieg in die 3. Liga.

Erfolge:
Deutscher Meister 1951, 1953, 1991, 1998
Deutscher Pokalsieger 1990, 1996
Deutscher Supercupsieger 1991
Südwestdeutscher Meister 1947, 1948, 1949, 1950, 1951, 1953, 1954, 1955, 1956, 1957, 1963
Südwestmeister 1995, 1997, 2001
Südwestpokalsieger 1979, 1997, 2008, 2019

Hall of Fame:
Spieler: Fritz Walter, Ottmar Walter, Werner Kohlmeyer, Werner Kohlmeyer, Horst Eckel, Klaus Toppmöller,
             Ronnie Hellström, Ronnie Hellström, Hans-Peter Briegel, Reiner Geye, Axel Roos, Gerald Ehrmann,
             Stefan Kuntz, Olaf Marschall, Miroslav Klose
Trainer: Richard Schneider, Dietrich Weise, Karl-Heinz Feldkamp, Otto Rehhagel


VfB Stuttgart

VfB Stuttgart Mit etwa 50.000 Mitgliedern gehört der VfB Stuttgart zu den größten Fußballvereinen in Deutschland. Gegründet am 9. September 1893 im Gasthaus "Zum Becher" begann der sportliche Aufstieg der Schwaben jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Erster Höhepunkt war der Gewinn der US-amerikanischen Zonenmeisterschaft 1946. Die erfolgreichste Ära hatte der VfB jedoch in den 1950er-Jahren mit jeweils zwei deutschen Meisterschaften und DFB-Pokalsiegen.

Im Jahr 1963 gehörten die Schwaben zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Sportlich verliefen die folgenden Jahre hingegen eher durchwachsen, 1975 folgte sogar der Abstieg in die 2. Bundesliga. Erst zwei Jahre später gelang dem VfB der Wiederaufstieg in das deutsche Fußball-Oberhaus. Die folgenden Jahrzehnte waren erneut von sportlichen Höhen und Tiefen geprägt. Neben drei weiteren Meisterschaften und einem Pokalsieg verbuchte der VfB mit dem Finaleinzug im Europapokal der Pokalsieger 1998 und dem UEFA-Pokal 1989 auch beachtliche internationale Erfolge.

Nach 2009 folgte jedoch ein neuerlicher langsamer Absturz bis hin zum zweiten Abstieg 2016. Besonders bitter dabei jedoch auch der zeitgleiche Abstieg der zweiten Mannschaft aus der 3. Liga. Nur ein Jahr später gelang den Schwaben zwar der direkte Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse. Nur ein Jahr später erfolgt jedoch der neuerliche Abstieg in die Zweitklassigkeit. Eine besondere sportliche Rivalität besteht zudem mit den Stuttgarter Kickers (Stuttgarter Stadtderby). Von besonderer sportlicher Brisanz ist auch das Baden-Württemberg-Derby mit dem Karlsruher SC.

Erfolge:
Deutscher Meister 1950, 1952, 1984, 1992, 2007
Deutscher Pokalsieger 1954, 1958, 1997
Deutscher Supercupsieger 1992
Deutscher Amateurmeister 1963, 1980
Süddeutscher Meister 1946, 1952, 1954
Süddeutscher Pokalsieger 1933, 1958
Württemberg-Meister 1960, 1964, 1965, 1971
Württemberg-Pokalsieger 1970, 1980, 1981, 2000

Hall of Fame:
Spieler: Robert Schlienz, Günther Schäfer, Helmut Roleder, Karl Allgöwer, Hans Peter ("Hansi") Müller,
             Bernd Förster, Karl-Heinz Förster, Guido Buchwald, Jürgen Klinsmann, Cacau, Timo Hildebrand
Trainer: Georg Wurzer, Helmut Benthaus, Christoph Daum, Joachim ("Jogi") Löw, Armin Veh


SV Werder Bremen

SV Werder Bremen Der SV Werder Bremen gehört zu den erfolgreichsten Vereinen in Norddeutschland. Gegründet wurde der Verein am 4. Februar 1899 von 16-jährigen Schüler aus handelsbürgerlichen Kreisen. Der Vereinsname leitet sich von dem in der Weser gelegenen Stadtwerder ab. Sportlich stand der Verein aus der Hansestadt zunächst lange Zeit im Schatten des Hamburger SV. Erster sportlicher Glanzpunkt für Werder war zu Beginn der 1960er-Jahren der Gewinn des DFB-Pokals 1961. Zwei Jahre später gehörte der SV Werder zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Ein weiterer Höhepunkt in dieser Zeit war der Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft 1965. In den 1970er-Jahren versank Werder hingegen im sportlichen Mittelmaß. So zählte die Mannschaft aus Bremen dauerhaft zu den sogenannten "grauen Mäusen", später sogar zu den Abstiegskandidaten.

Im Jahr 1980 folgte zwar der Gang in die sportliche Zweitklassigkeit. Allerdings gelang Werder in der Folgesaison jedoch der direkte Wiederaustieg. In den folgenden Jahren fiel Werder Bremen zwar durch einen attraktiven Offensivfußball auf. Die sportlichen Erfolge blieben jedoch zunächst aus.

Erst unter der Ägide von Manager Willi Lemke und Trainer Otto Rehhagel begann die Glanzzeit Werders in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren. Dabei stieg die Mannschaft aus der Hansestadt zum Hauptkonkurrenten des FC Bayern München in der Bundesliga auf, womit die traditionelle gegenseitige Rivalität beider Vereine ihren Anfang nahm. So gewann Werder zwischen 1987 und 1995 neben zwei deutschen Meisterschaften auch zweimalig den DFB-Pokal. Größter sportlicher Erfolg war der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992.

Mit dem Ende der 14-jährigen Amtszeit Rehhagels rutschte Werder erneut ins sportliche Mittelmaß an. Die Folge waren mittelmäßige Platzierungen und mehrere Trainerwechsel. Mit der Verpflichtung von Trainer Thomas Schaaf etablierte sich der SV Werder erneut unter den deutschen Spitzenclubs. Sportlicher Höhepunkt dieser Ära war der Gewinn des Double aus deutscher Meisterschaft und DFB-Pokal im Jahr 2004. In den Folgejahren blieben mit Ausnahme des DFB-Pokalsieges 2009 weitere sportliche Erfolge jedoch weitgehend aus.

Erfolge:
Deutscher Meister 1965, 1988, 1993, 2004
Deutscher Pokalsieger 1961, 1991, 1994, 1999, 2004, 2009
Deutscher Ligapokalsieger 2006
Deutscher Supercupsieger 1988, 1993, 1994, 2009
Deutscher Hallenpokalsieger 1989
Deutscher Amateurmeister 1966, 1985, 1991
Norddeutscher Meister 1959, 1960, 1961, 1962, 1963, 1982, 1984
Bremen-Meister 1957, 1962, 1967, 1968, 1976, 1998, 2010, 2011, 2013
Bremer Pokalsieger 1969, 1971, 1976, 1982, 1983, 1987, 1989, 1990, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999,
                                 2000, 2001, 2002, 2004, 2007
Niedersachsen-Meister 1934, 1936, 1937, 1942
Europapokalsieger der Pokalsieger 1992

Hall of Fame:
Spieler: Helmut Schimczek, Horst-Dieter Höttges, Josef ("Sepp") Piontek, Uwe Reinders, Dieter Burdenski,
             Oliver Reck, Frank Neubarth, Mirko Votava, Rudolf ("Rudi") Völler, Dieter Eilts, Rune Bratseth,
             Thomas Schaaf, Marco Bode, Tim Borowski, Aaron Hunt, Aílton
Trainer: Georg Knöpfle, Willi ("Fischken") Multhaup, Otto Rehhagel, Thomas Schaaf


Hamburger SV

Hamburger SV Das Gründungsmitglied der Bundesliga aus der Freien und Hansestadt wurde bereits 29. September 1887 gegründet. Der heutige Verein entstand jedoch erst am 2. Juni 1919 durch den Zusammenschluss der drei Vereine SC Germania von 1887, Hamburger FC von 1888 und FC Falke 06. Bereits in den 1920er-Jahren stieg der Hamburger SV zu den führenden Fußballclubs in Deutschland auf.

So erreichten die Hanseaten 1922 das Endspiel der deutschen Meisterschaft, in dem es jedoch keinen sportlichen Sieger gab. Als selbst das Wiederholungsspiel mit einem Unentschieden endete, erklärte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Hamburger SV zwar zum deutschen Meister. Dieser verzichtete jedoch auf diesen Titel, wobei der Verein allerdings später behauptete, dass der DFB ihn zum Verzicht genötigt habe. Die tatsächlichen Hintergründe sind bis heute jedoch nicht bekannt. Somit gab es 1922 keinen deutschen Fußballmeister. Allerdings konnten sich die Hanseaten bereits im folgenden Jahr auf sportlichem Wege die erste deutsche Meisterschaft in der Vereinshistorie sichern. Fünf Jahre später konnte der HSV diesen Erfolg mit einem weiteren Titelgewinn wiederholen.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges stieg der Hamburger SV mit insgesamt 15 norddeutschen Meisterschaften schnell zur domninierenden Fußballmacht im Norden Deutschlands auf. Um HSV-Idol Uwe Seeler gelang den Hanseaten zudem der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1960. Drei Jahre später zählte der HSV zu den 16 Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Dabei gewann Seeler bereits in der Premierensaison mit insgesamt 30 Treffern der Gewinn der ersten Torjägerkanone in der Geschichte des Fußball-Oberhauses. Weitere Meisterschaften blieben dem Verein jedoch vorerst verwehrt. Auch die sportliche Dominanz im Norden endete mit dem Gewinn der Meisterschaft 1965 durch den Nordrivalen SV Werder Bremen sowie der ersten und bislang einzigen deutschen Meisterschaft 1967 von Eintracht Braunschweig. Einziger sportlicher Höhepunkt war der Gewinn des DFB-Pokals 1963 - dem ersten Pokalerfolg in der Geschichte der Hanseaten.

Seine Glanzzeit feierte der HSV allerdings in den 1970er- und 1980er-Jahren. So verbuchten die Hanseaten unter der Ägide von Kuno Klötzer neben dem Gewinn des DFB-Pokal 1976 mit dem Europapokal der Pokalsieger 1977 den ersten internationalen Titelgewinn. Zwei Jahre später folgte der Gewinn der vierten deutschen Meisterschaft in der Historie des Vereins. Eng verknüpft sind die Erfolge dieser Zeit jedoch mit dem österreichischen Trainer Ernst Happel. Neben zwei weiteren deutschen Meisterschaften und dem DFB-Pokalsieg 1987 verbuchte der HSV mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister 1983 den bislang größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Zudem erreichten die Hanseaten in dieser Zeit drei weitere europäische Endspiele. Nach dem letzten Titelgewinn 1987 rutschte der Hamburger SV ins sportliche Mittelmaß ab. Im Jahr 2018 stieg der HSV schließlich erstmals in seiner Geschichte in die 2. Bundesliga ab.

Erfolge:
Deutscher Meister 1922 (verzichtet), 1923, 1928, 1960, 1979, 1982, 1983
Deutscher Pokalsieger 1963, 1976, 1987
Deutscher Ligapokalsieger 1973, 2003
Deutscher Hallenpokalsieger 1987
Norddeutscher Meister 1921, 1922, 1923, 1924, 1925, 1928, 1929, 1931, 1932, 1933, 1948, 1949, 1950, 1951,
                                      1952, 1953, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1962, 1963
Norddeutscher Pokalsieger 1926, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960
Hamburg-Meister 1896, 1897, 1901, 1902, 1904, 1905, 1919, 1924, 1926, 1927, 1928, 1930, 1931, 1932, 1945,
                             1946
Hamburg-Pokalsieger 1955, 1956, 1957, 1959, 1960, 1991, 1996, 1997
Europapokalsieger der Landesmeister 1983
Europapokalsieger der Pokalsieger 1977

Hall of Fame:
Spieler: Josef ("Jupp") Posipal, Willi Schulz, Gert ("Charly") Dörfel Uwe Seeler, Horst Hrubesch, Manfred Kaltz,
             Felix Magath, Ditmar Jakobs, Thomas von Heesen, Ulrich ("Uli") Stein, Kevin Keegan, Rafael van der Vaart
Trainer: Ernst Happel, Kuno Klötzer, Günter Mahlmann


Hannover 96

Hannover 96 Mit derzeit etwa 20.000 Mitgliedern gehört Hannover 96 zu den größten Vereinen in Niedersachsen. Obwohl die Vereinsfarben Schwarz-Weiß-Grün sind, werden die Spieler der Fußballmannschaften von den Fans aufgrund der traditionell roten Heimtrikots "die Roten" genannt. Der Verein wurde am 12. April 1896 gegründet. Maßgeblicher Förderer war dabei der Sportpionier Ferdinand Wilhelm Fricke. 1901 wurde Hannover 96 in einen Fußballverein umgewandelt.

Bereits in den 1930er-Jahren gehörten "die Roten" zu den stärksten Klubs in Deutschland. Größter Erfolg war der Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der niedersächsische Verein mit einer weiteren deutschen Meisterschaft zunächst an seine alten Erfolge anknüpfen. 1964 gelang Hannover 96 der Aufstieg in die Bundesliga.

Zehn Jahre lang gehörte der Verein dem Fußball-Oberhaus an. Die folgenden Jahrzehnte waren schließlich durch wiederholte Auf- und Abstiege geprägt. Herausragender Erfolg in dieser Zeit war jedoch der Gewinn des einzigen DFB-Pokals 1992. Gleichzeitig war es der erste Pokalsieg eines Zweitligisten in der Geschichte. Größter sportlicher Konkurrent der "Roten" ist Eintracht Braunschweig ("Niedersachsenderby").

Erfolge:
Deutscher Meister 1938, 1954
Deutscher Pokalsieger 1992
Deutscher Amateurmeister 1960, 1964, 1965
Niedersachsen-Meister 1935, 1938, 1941, 1960, 1964, 1964, 1966, 1967

Hall of Fame:
Spieler: Robert Enke, Jörg Sievers, Peter Anders, Altin Lala, Jiri Stajner, Rolf Gehrcke, Hans Siemensmeyer,
             Walter Rodekamp
Trainer: Robert Fuchs, Helmut Kronsbein


VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg Der VfL Wolfsburg wurde am 12. September 1945 gegründet und wird seit Jahrzehnten vom niedersächsischen Automobilbauer Volkswagen gefördert. Als einer der wenigen Vereine im deutschen Fußball sind die Wölfe sowohl bei den Damen wie Herren besonders erfolgreich. So gehört die Herrenmannschaft seit 1997 der Bundesliga an. Seitdem lösten sich sportliche Höheflüge mit Mittelmaß und Abstiegskampf ab. Größte Erfolge der Wolfsburger Männermannschaft waren der Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals sowie des DFL-Supercups.

Wesentlich erfolgreicher sind hingegen die Damen des VfL Wolfsburg. So entstand das Damenteam bereits 1973 als Frauenfußballabteilung des VfR Eintracht Wolfsburg. 2003 wechselte diese jedoch geschlossen zum VfL Wolfsburg. Dabei gehören die Wolfsburgerinnen zu den Gründungsmitgliedern der Frauen-Bundesliga. Nach dem Abstieg 2005 sowie dem direkten Wiederaufstieg in der Folgesaison entwickelte sich die Damen-Mannschaft schließlich zu einer Spitzenmannschaft im deutschen Frauenfußball. Größte Erfolge waren dabei der Gewinn des Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und UEFA Women's Champions League im Jahr 2013.

Erfolge der Herren:
Deutscher Meister 2009
Deutscher Pokalsieger 2015
Deutscher Supercupsieger 2015
Noddeutscher Meister 1991, 1992, 2007, 2014
Niedersachsen-Meister 1963, 1999

Erfolge der Damen:
Deutscher Meister 2013, 2014, 2017, 2018, 2019, 2020
Deutscher Pokalsieger 2013, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020
UEFA Women's Champions League Sieger 2013, 2014

Hall of Fame:
Spieler: Diego Benaglio, Edin Džeko, Grafite, Kevin De Bruyne
Spielerinnen: Alexandra Popp, Nadine Keßler, Conny Pohlers, Almuth Schult
Trainer: Felix Magath, Dieter Hecking, Ralf Kellermann


Hertha BSC

Hertha BSC Größter Verein der Bundeshauptstadt Berlin ist Hertha BSC. Gegründet wurde die "Alte Dame" am 25. Juli 1892 als einer der ersten reinen Fußballvereine in Deutschland. Bereits in den 1920er- und 1930er-Jahren gehörte die Hertha zu den erfolgreichsten Vereinen in Deutschland. In diese Zeit fallen auch die beiden bislang einzigen deutschen Meisterschaften sowie fünf Vize-Meisterschaften. In der Nachkriegszeit konnte die "Alte Dame" jedoch nicht mehr an die alten Glanzzeiten anknüpfen. So gehörte die Hertha 1963 zu den Gründungsvereinen der Bundesliga - 1969 erfolgte jedoch der Zwangsabstieg.

Anfang der 1970er-Jahre konnte sich die Hertha allerdings erneut in der Bundesliga etablieren. Gegen Ende der 1970er-Jahre machte die "Alte Dame" zudem in den nationalen und internationalen Pokalwettbewerben auf sich aufmerksam. In den 1980er-Jahren erfolgte jedoch der Absturz der Hertha bis in die Drittklassigkeit. Erst 1997 gelang den Herthanern der Wiederaufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Sportlich waren die folgenden Jahren jedoch von manchen Höhenflügen, aber auch Abstiegen geprägt.

Erfolge:
Deutscher Meister 1930, 1931
Deutscher Ligapokalsieger 2001, 2002
Berlin-Meister 1915, 1917, 1918, 1925, 1926, 1927, 1928, 1929, 1930, 1931, 1933, 1935, 1937, 1944, 1957, 1961,
                       1963, 1966, 1968, 1987, 1988
Berlin-Pokalsieger 1924, 1928, 1929, 1932, 1959, 1960, 1966, 1967, 1976, 1987, 1992, 2004

Hall of Fame:
Spieler: Hanne Sobek, Erich Beer, Michael Preetz, Andreas ("Zecke") Neuendorf, Gábor Király, Arne Friedrich
Trainer: Jürgen Röber


BFC Dynamo

BFC Dynamo Zu den bekanntesten Fußballvereinen der DDR gehört heute der BFC Dynamo. Seinen Ursprung hatte das Team zunächst im SC Dynamo Berlin. 1966 wurde die Fußball-Sektion unter seinem heutigen Namen als eigenständiger Fußballverein gegründet. Wegen der Unterstützung durch Erich Mielke galt der BFC Dynamo lange Jahre als "Stasi-Club". Die größten Erfolge feierte er in den 1980er-Jahren mit zehn DDR-Meisterschaften in Folge. Nach der Wiedervereinigung konnte der BFC Dynamo jedoch nicht mehr an seine sportlichen Erfolge anknüpfen. Auf die sportliche Talfahrt folgte 2001 die wirtschaftliche Insolvenz.

Erfolge:
DDR-Meister 1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988
DDR-Pokalsieger 1959, 1988, 1989
DDR-Supercup-Sieger 1989
Berlin-Meister 2004
Berlin-Pokalsieger 1999, 2011, 2013, 2015, 2017

Hall of Fame:
Spieler: Reinhard Lauck, Thomas Doll, Falko Götz, Andreas Thom
Trainer: Jürgen Bogs


1. FC Magdeburg

1. FC Magdeburg Der 1. FC Magdeburg wurde am 22. Dezember 1965 durch die Ausgliederung der Fußballsektion aus dem SC Magdeburg gegründet und zählt heute zu den erfolgreichsten Vereinen im DDR-Fußball. Seine erfolgreichsten Jahre hatte der FCM vor allem in den 1970er-Jahren mit drei DDR-Meisterschaften. Mit insgesamt fünf DDR-Pokalsiegen gehört der ostdeutsche Verein zudem zu den Rekordhaltern. Als einzigem DDR-Verein gelang dem FCM zudem der Gewinn eines Europapokalwettbewerbs. Nach der Wiedervereinigung folgte zunächst der sportliche und wirtschaftliche Niedergang. 2018 gelang Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Erfolge:
DDR-Meister 1972, 1974, 1975
DDR-Pokalsieger 1964, 1965, 1969, 1973, 1978, 1979, 1983
Nordostmeister 2015
Sachsen-Anhalt-Pokalsieger 1993, 1998, 2000, 2001, 2003, 2006, 2007, 2009, 2013, 2014, 2017, 2018
Europapokalsieger der Pokalsieger 1974

Hall of Fame:
Spieler: Jürgen Sparwasser, Günter Hirschmann, Joachim Streich, Wolfgang Seguin, Jürgen Pommerenke
Trainer: Heinz Krügel


SG Dynamo Dresden

SG Dynamo Dresden Die SG Dynamo Dresden gehörte zu den erfolgreichsten und populärsten Vereinen des DDR-Fußballs. Heute gehört sie mit etwa 20.000 Mitgliedern zu den größten Klubs in den neuen Bundesländern. Gegründet am 12. April 1953 hatte Dynamo in den 1970er-Jahren seine erfolgreichste Zeit. Bereits 1971 feierte Dynamo mit der DDR-Meisterschaft und dem DDR-Pokal das erste Double in der Geschichte des DDR-Fußballs. Nach vier Jahren in der Bundesliga (1991-1995) spielt Dynamo Dresden heute in der 2. Bundesliga.

Erfolge:
DDR-Meister 1953, 1971, 1973, 1976, 1977, 1978, 1989, 1990
DDR-Pokalsieger 1952, 1971, 1977, 1982, 1984, 1985, 1989
Sachsenpokalsieger 2003, 2007, 2009

Hall of Fame:
Spieler: Hans-Jürgen ("Dixie") Dörner, Ralf Minge, Bernd Jakubowski, Hans-Jürgen Kreische, Torsten Gütschow,
             Reinhard Häfner, Ulf Kirsten, Matthias Sammer
Trainer: Walter Fritzsch, Eduard ("Ede") Geyer, Christoph Franke


1. FFC Turbine Potsdam

1. FFC Turbine Potsdam Der 1. FFC Turbine Potsdam ging am 3. März 1971 aus der BSG Turbine Potsdam hervor und zählte bereits in den 1980er-Jahren zu den erfolgreichsten Mannschaften des DDR-Frauenfußballs. Nach der Wiedervereinigung spielte Turbine zunächst in der zweitklassigen Regionalliga Nordost. Mitte der 1990er-Jahre konnte sich das Team aus Potsdam allerdings recht schnell in der Frauen-Bundesliga etablieren und an die alten Erfolge aus DDR-Zeiten anknüpfen.

So ist Turbine Potsdam heute der einzige Verein aus den neuen Bundesländern, der mit insgesamt sechs DDR-Meisterschaften, sechs gesamtdeutschen Meisterschaften, drei DFB-Pokalsiegen und zwei Europapokalsiegen eine gesamtdeutsche Fußballmeisterschaft im Erwachsenenbereich gewinnen. Maßgeblichen Anteil an den Erfolgen hatte Bernd Schröder, langjähriger Trainer und Manager von Turbine Potsdam. Mit insgesamt zwölf Meistertiteln, drei Pokalsiegen und zwei Europapokalsiegen gilt er heute als erfolgreichster Frauenfußballtrainer Deutschlands und einer der erfolgreichsten der Welt.

Erfolge:
DDR-Meister 1981, 1982, 1983, 1985, 1986, 1989
Deutscher Meister 2004, 2006, 2009, 2010, 2011, 2012
Deutscher Pokalsieger 2004, 2005, 2006
Deutscher Hallenpokalsieger 2004, 2005, 2008, 2009, 2010, 2013, 2014
UEFA Women's Cup Sieger / UEFA Women's Champions League Sieger 2005, 2010

Hall of Fame:
Spielerinnen: Ariane Hingst, Nadine Angerer, Anja Mittag, Conny Pohlers
Trainer: Bernd Schröder

Weitere Traditionsvereine

Holstein Kiel
Holstein Kiel
FC St. Pauli
FC St. Pauli
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock

1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin
FC Energie Cottbus
FC Energie Cottbus
Chemnitzer FC
Chemnitzer FC
FC Erzgebirge Aue
FC Erzgebirge Aue

Hallescher FC
Hallescher FC

FC Rot-Weiß Erfurt
FC Carl-Zeiss Jena
FC Carl-Zeiss Jena
RB Leipzig
RB Leipzig

VfL Osnabrück
VfL Osnabrück
SC Preußen Münster
SC Preußen Münster
KFC Uerdingen 05
KFC Uerdingen 05
Wuppertaler SV
Wuppertaler SV

SC Fortuna Köln
SC Fortuna Köln
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
Rot-Weiß Essen
Rot-Weiß Essen
Alemannia Aachen
Alemannia Aachen

VfL Bochum
VfL Bochum
MSV Duisburg
MSV Duisburg
DSC Arminia Bielefeld
DSC Arminia Bielefeld
KSV Hessen Kassel
KSV Hessen Kassel

FSV Frankfurt
FSV Frankfurt
Kickers Offenbach
Kickers Offenbach
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
1. FSV Mainz 05
1. FSV Mainz 05

1. FC Saarbrücken
1. FC Saarbrücken
SV Waldhof Mannheim 07
SV Waldhof Mannheim 07
Karlsruher SC
Karlsruher SC
SC Freiburg
SC Freiburg

Stuttgarter Kickers
Stuttgarter Kickers
TSG 1899 Hoffenheim
TSG 1899 Hoffenheim
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
FC Augsburg
FC Augsburg

Fußball nach Regionen

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Herausragende internationale Traditionsvereine

Österreich

SK Rapid Wien

SK Rapid Wien Mit mehr als 30 Meisterschaften ist der SK Rapid Wien heute der Rekordmeister Österreichs. Gegründet am 22. Juli 1897 als "Erster Wiener Arbeiter Fußballklub" zählen die Grün-Weißen heute zu den ältesten Fußballvereinen des Landes. Zudem gewann Rapid den Mitropapokal (1930 und 1951) und erreichte zweimalig das Finale im Europapokal der Pokalsieger (1985 und 1996). Nach dem Anschluss Österreichs wurde der Klub offiziell zu einem deutschen Verein, der 1938 den DFB-Pokal und 1941 die deutsche Meisterschaft gewann. Zu den Besonderheiten der Rapid-Fankultur gehört die sogenannte "Rapid-Viertelstunde". Gemeint sind damit die letzten 15 Minuten eines Spiels, in denen Rapid zahlreiche Spiele komplett umdrehen konnte.


Erfolge:
Österreichischer Meister 1912, 1913, 1916, 1917, 1919, 1920, 1921, 1923, 1929, 1930, 1935, 1938, 1940, 1941,
                                        1946, 1948, 1951, 1952, 1954, 1956, 1957, 1960, 1964, 1967, 1968, 1982, 1983, 1987,
                                        1988, 1996, 2005, 2008
Österreichischer Pokalsieger 1919, 1920, 1927, 1946, 1961, 1968, 1969, 1972, 1976, 1983, 1984, 1985, 1987,
                                               1995
Österreichischer Supercupsieger 1986, 1987, 1988
Deutscher Meister 1941
Deutscher Pokalsieger 1938

Hall of Fame:
Spieler: Josef Uridil, Robert Dienst, Walter Zeman, Franz ("Bimbo") Binder, Ernst Happel, Johann ("Hans") Krankl,
             Heribert Weber, Peter Schöttel, Andreas Herzog, Michael Konsel
Trainer: Dionys Schönecker, Leopold Nitsch

FK Austria Wien

FK Austria Wien Der FK Austria Wien wurde am 29. Oktober 1910 von ehemaligen Spielern des Vienna Cricket and Football-Club als Wiener Amateur-Sportverein (WAS) gegründet. Mit mehr als 20 Meisterschaften gehören die "Veilchen" zu den erfolgreichsten Klubs in Österreich. Mit 27 Pokalsiegen hält die Austria zudem den Rekord. Auch international kann der Wiener Klub mit zwei Mitropapkalsiegen (1933 und 1936) sowie der Finalteilnahme 1978 im Europapokal der Pokalsieger vorweisen. Die größte sportliche Rivalität der Austria besteht mit dem Lokalrivalen SK Rapid Wien. Das Wiener Derby gilt nach dem Old Firm als zweitältestes Fußballderby Europas.


Erfolge:
Österreichischer Meister 1924, 1926, 1949, 1950, 1953, 1961, 1962, 1963, 1969, 1970, 1976, 1978, 1979, 1980,
                                        1981, 1984, 1985, 1986, 1991, 1992, 1993, 2003, 2006, 2013
Österreichischer Pokalsieger 1921, 1924, 1925, 1926, 1933, 1935, 1936, 1948, 1949, 1960, 1962, 1963, 1967,
                                               1971, 1974, 1977, 1980, 1982, 1986, 1990, 1992, 1994, 2003, 2005, 2006, 2007,
                                               2009
Österreichischer Supercupsieger 1990, 1991, 1992, 1993, 2003, 2004

Hall of Fame:
Spieler: Matthias Sindelar, Ludwig Hussak, Walter Nausch, Ernst Fiala, Herbert Prohaska, Robert Sara,
             Friedrich ("Friedl") Koncilia, Anton ("Toni") Polster
Trainer: Heinrich ("Wudi") Müller

Weitere Traditionsvereine: SK Admira Wien, SK Sturm Graz

Schweiz

Grasshopper Club Zürich

Grasshopper Club Zürich Der Grasshopper Club Zürich wurde am 1. September 1886 vom englischen Studenten Tom E. Griffith gegründet. Bereits 1898 gewannen die Grasshoppers die erste Schweizer Meisterschaft und sind heute mit bislang 27 Titeln Rekordhalter in der Schweiz. Seine goldene Ära erlebten die Grasshoppers unter der Ägide von Karl Rappan mit fünf Meisterschaften und sieben Pokalsiegen. Dank des von ihm entwickeltenen "Schweizer Riegels" - dem späteren "Catenaccio" - zählte Zürich zur europäischen Fußballelite. Größte Rivalen der Grasshoppers sind der FC Zürich ("Zürcher Derby") und der FC Basel.

Erfolge:
Schweizer Meister 1898, 1900, 1901, 1905, 1921, 1927, 1928, 1931, 1937, 1939, 1942, 1943, 1945, 1952, 1956,
                               1971, 1978, 1982, 1983, 1984, 1990, 1991, 1995, 1996, 1998, 2001, 2003
Schweizer Pokalsieger 1926, 1927, 1932, 1934, 1937, 1938, 1940, 1941, 1942, 1943, 1946, 1952, 1956, 1983,
                                      1988, 1989, 1990, 1994, 2013
Schweizer Ligapokalsieger 1973, 1975
Schweizer Supercupsieger 1989

Hall of Fame:
Spieler: Max ("Xam") Abegglen, Martin Andermatt, Stéphane Chapuisat, Marcel Koller, Stephan Lichtsteiner,
             Ciriaco Sforza, Hakan Yakin
Trainer: Izidor ("Dori") Kürschner, Karl Rappan

FC Basel

FC Basel Zu den größten Konkurrenten der Hoppers gehört auch der FC Basel. Mit 20 Meisterschaften und zwölf Pokalsiegen gehört der FCB zu den erfolgreichsten Vereinen bei den Eidgenossen. Gegründet wurde der "Eff Cee Bee" bereits am 15. November 1893, nachdem bereits drei Tage zuvor in einem Inserat bei der Basler National-Zeitung zur Gründung eines Fußballklubs aufgerufen wurde. Seinen ersten sportlichen Höhenflug hatte der FCB in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre unter der Ägide des deutschen Trainers Helmut Benthaus mit allein sieben Meistertiteln. Nach dem zwischenzeitlichen Abstieg in die zweitklassige Nationalliga B konnte der FC Basel zu Beginn der 2010er-Jahre wieder an seine alten Erfolge anknüpfen, darunter acht Meisterschaften in Folge. 2013 gelang dem FCB mit dem Halfinaleinzug in der UEFA Europa League der bislang größte internationale Erfolg eines Schweizer Vereins.

Erfolge:
Schweizer Meister 1953, 1967, 1969, 1970, 1972, 1973, 1977, 1980, 2002, 2004, 2005, 2008, 2010, 2011, 2012,
                               2013, 2014, 2015, 2016, 2017
Schweizer Pokalsieger 1933, 1947, 1963, 1967, 1975, 2002, 2003, 2007, 2008, 2010, 2012, 2017, 2019
Schweizer Ligapokalsieger 1973

Hall of Fame:
Spieler: Massimo Ceccaroni, Josef Hügi, Karl Odermatt, Benjamin Huggel, Marco Streller, Phillipp Degen,
             Oliver Kreuzer, Ottmar Hitzfeld, Teófilo Cubillas
Trainer: Helmut Benthaus, Christian Gross

Weitere Traditionsvereine: BSC Young Boys, FC Zürich / FC Zürich Frauen

Belgien

RSC Anderlecht

RSC Anderlecht Der "Königliche Sportclub" RSC Anderlecht wurde am 27. Mai 1908 von 13 Fußballfreunden gegründet. Mit insgesamt 34 Meisterschaften sind die "Violetten" heute Rekordhalter in Belgien. Der richtige Durchbruch gelang dem Club aus dem Brüsseler Vorort allerdings erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Auch auf europäischer Ebene konnte der RSC Anderlecht mit mehreren Europapokalsiegen auf sich aufmerksam machen. Dessen Image als bodenständiger Verein brachte ihm heute die größte Fangemeinde des Landes ein. Größter Rivale im belgischen "Classico" ist Standard Lüttich.

Erfolge:
Belgischer Meister 1945, 1949, 1950, 1951, 1954, 1955, 1956, 1959, 1962, 1964, 1965, 1966, 1967, 1968, 1972,
                               1974, 1981, 1985, 1986, 1987, 1991, 1993, 1994, 1995, 2000 2001, 2004, 2006, 2007, 2010,
                               2012, 2013, 2014, 2017
Belgischer Pokalsieger 1965, 1972, 1973, 1975, 1976, 1988, 1989, 1994, 2008
Belgischer Ligapokalsieger 2000
Belgischer Supercupsieger 1985, 1987, 1993, 1995, 2000, 2001, 2006, 2007, 2010, 2012, 2013, 2014, 2017
Europapokalsieger der Pokalsieger 1976, 1978
UEFA Europa League Sieger 1983
UEFA Super Cup Sieger 1976, 1978

Hall of Fame:
Spieler: Paul van Himst, Franky Vercauteren, Enzo Scifo, François Van Der Elst, Erwin Vandenbergh, Bart Goor,
             Rob Rensenbrink
Trainer: Raymond Goethals

FC Brügge

FC Brügge

Gegründet am 13. November 1891 ist der FC Brügge heute einer der ältesten und traditionsreichsten Fußballclubs in Belgien. Zudem gelten die "Gazellen" als einziger Verein des Landes, der dem Rekordmeister aus Anderlecht in den letzten 40 Jahren stets auf Augenhöhe begegnet ist. Zudem ist der FC Brügge heute mit elf Pokalsiegen der Rekordhalter Belgiens. Zudem gilt der FC Brügge heute als einer der populärsten Fußballvereine und verfügt über eine landesweite Gefolgschaft. Als Zeichen der Wertschätzung für die Fans ("Zwölfter Mann") wird die Trikotnummer Zwölf grundsätzlich nicht vergeben. Neben der Konkurrenz mit dem RSC Anderlecht besteht auch eine regionale Rivalität mit dem KAA Gent.

Erfolge:
Belgischer Meister 1920, 1973, 1976, 1977, 1978, 1980, 1988, 1990, 1992, 1996, 1998, 2003, 2005, 2016, 2018
Belgischer Pokalsieger 1968, 1970, 1977, 1986, 1991, 1995, 1996, 2002, 2004, 2007, 2015
Belgischer Ligapokalsieger 1985
Belgischer Supercupsieger 1980, 1986, 1988, 1990, 1991, 1992, 1994, 1996, 1998, 2002, 2003, 2004, 2005, 2016

Hall of Fame:
Spieler: François Van Der Elst, Dany Verlinden, Jan Ceulemans, René Vandereycken, Fons Bastijns
Trainer: Ernst Happel

Weitere Traditionsvereine: Standard Lüttich

Niederlande

Ajax Amsterdam

Ajax Amsterdam Die "Göttersöhne" von Ajax Amsterdam gehören heute zu den drei stärksten und erfolgreichsten niederländischen Fußballclubs. Gegründet wurde der Verein bereits 1883 von einigen Studenten der "Hogere Burgerschool" (HBS). Seit 1894 tragen die "Göttlichen" den Namen des griechischen Helden Ajax. Mit bislang 33 Meisterschaften und 18 Pokalsiegen ist Ajax derzeit Rekordhalter in beiden Wettbewerben. Zudem gehört der Verein ununterbrochen der 1956 gegründeten Eredivisie, der höchsten niederländischen Spielklasse an.

Auch auf internationaler Ebene zählt Ajax zu den erfolgreichsten Vereinen. So gehört der Klub zu den fünf europäischen Vereinen, die alle Europapokalwettbewerbe gewinnen konnten. Allein in den 1970er-Jahren konnte Ajax dreimal in Folge den Europapokal der Landesmeister (1971-1973) gewinnen. Untrennbar verbunden ist die bislang erfolgreichste sportliche Ära der "Göttlichen" mit Johann Cruyff. Darüber hinaus gilt die vielgerühmte "Ajax-Schule" bis heute vielen Fußballclubs auf der ganzen Welt als Vorbild.

Erfolge der Herren:
Niederländischer Meister 1918, 1919, 1931, 1932, 1934, 1937, 1939, 1947, 1957, 1960, 1966, 1967, 1968, 1970,
                                         1972, 1973, 1977, 1979, 1980, 1982, 1983, 1985, 1990, 1994, 1995, 1996, 1998, 2002,
                                         2004, 2011, 2012, 2013, 2014, 2019
Niederländischer Pokalsieger 1917, 1943, 1961, 1967, 1970, 1971, 1972, 1979, 1983, 1986, 1987, 1993, 1998,
                                                1999, 2002, 2006, 2007, 2010, 2019
Niederländischer Supercupsieger 1993, 1994, 1995, 2002, 2005, 2006, 2007, 2013, 2019
UEFA Champions League Sieger 1971, 1972, 1973, 1995
Europapokalsieger der Pokalsieger 1987
UEFA-Pokalsieger 1992
UEFA Super Cup Sieger 1972, 1973, 1995
Weltpokalsieger 1972, 1995

Erfolge der Damen:
Niederländischer Meister 2017, 2018
Niederländischer Pokalsieger 2014, 2017, 2018

Hall of Fame:
Spieler: Johan Cruyff, Johan Neeskens, Ruud Krol, Heinz Stuy, Sjaak Swart, Wim Suurbier, Horst Blankenburg,
              John van't Schip, Frank Rijkaard, Marco van Basten, Edgar Davids, Michael Reiziger, Frank de Boer,
              Ronald de Boer, Patrick Kluivert, Dennis Bergkamp, Marc Overmars, Wesley Sneijder, Rafael van der Vaart,
              Jari Litmanen,
Trainer: Stefan ("Pisti") Kovács, Louis van Gaal, Rinus Michels

PSV Eindhoven

PSV Eindhoven Der PSV Eindhoven wurde am 31. August 1913 gegründet und galt zunächst als reiner Werksverein des Elektronik-Konzern Philips. Auch die Profimannschaft der "Bauern" setzte sich in den Anfangsjahren ausschließlich aus Betriebsmitarbeitern zusammen. Mit 24 Meisterschaften und neun Pokalsiegen gehört PSV heute zu den erfolgreichsten Vereinen der Niederlande. Zudem herrscht eine große Rivalität mit dem FC Eindhoven.

Erfolge:
Niederländischer Meister 1929, 1935, 1951, 1963, 1975, 1976, 1978, 1986, 1987, 1988, 1989, 1991, 1992, 1997,
                                         2000, 2001, 2003, 2005, 2006, 2007, 2008, 2015, 2016, 2018
Niederländischer Pokalsieger 1950, 1974, 1976, 1988, 1989, 1990, 1996, 2005, 2012
Niederländischer Supercupsieger 1992, 1996, 1997, 1998, 2000, 2001, 2003, 2008, 2012, 2015, 2016
Europapokalsieger der Landesmeister 1988
UEFA-Pokalsieger 1978

Hall of Fame:
Spieler: Willy van der Kuijlen, Willy van de Kerkhof, René van de Kerkhof, Adrie van Kraay, Huub Stevens,
             Johann ("Hans") van Breukelen, Erwin Koeman, Ronald Koeman, Jaap Stam, Jan van Beveren, Romário,
             Ibrahim Afellay
Trainer: Kees Rijvers, Dick Advocaat, Guus Hiddink

Feyenoord Rotterdam

Feyenoord Rotterdam Am 19. Juli 1908 wurde Feyenoord Rotterdam gegründet und gilt heute als einer der beliebtesten Fußballclubs in den Niederlanden mit einer landesweiten Fanszene. Mit bislang 15 Meisterschaften und zwölf Pokalsiegen gehört der "Stolz des Südens" zu den erfolgreichsten Vereinen in den Niederlanden. Im Jahre 1970 gelang Feyenoord zudem als erstem niederländischen Fußballclub der Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Die größte sportliche Rivalität besteht auf nationaler Ebene mit Ajax Amsterdam ("De Klassieker") sowie mit dem Stadtrivalen Sparta Rotterdam.

Erfolge:
Niederländischer Meister 1924, 1928, 1936, 1938, 1940, 1961, 1962, 1965, 1969, 1971, 1974, 1984, 1993, 1999,
                                         2017
Niederländischer Pokalsieger 1930, 1935, 1965, 1969, 1980, 1984, 1991, 1992, 1994, 1995, 2008, 2016, 2018
Niederländischer Supercupsieger 1991, 1999, 2017, 2018
Europapokalsieger der Landesmeister 1970
UEFA-Pokalsieger 1974, 2002
Weltpokalsieger 1970

Hall of Fame:
Spieler: Coen Moulijn, Marinus ("Rinus") Israël, Wim Jansen, Eduard ("Eddy") Treijtel, Giovanni van Bronckhorst,
             Ruud Gullit
Trainer: Ernst Happel, Bert van Marwijk

Frankreich

Paris Saint-Germain

Paris Saint-Germain Der französische Hauptstadtverein wurde am 12. August 1970 auf Initiative einiger französischer Politiker gegründet und ging aus dem Vorstadtclub Stade saint-germanois hervor. Bereits 1974 stieg PSG in die Ligue 1 auf. Erst in den 1990er-Jahren entwickelte sich Paris Saint-Germain zu einem Spitzenteam im französischen Fußball auf. Auch auf europäischer Ebene verbuchte PSG einige Erfolge gegen namhafte Spitzenklubs. Den größten Erfolg verbuchte Paris mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Seit 2011 gehört PSG der katarischen Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI).

Erfolgeder Herren:
Französischer Meister 1986, 1994, 2013, 2014, 2015, 2016, 2018, 2019, 2020
Französischer Pokalsieger 1982, 1983, 1993, 1995, 1998, 2004, 2006, 2010, 2015, 2016, 2017, 2018
Französischer Ligapokalsieger 1995, 1998, 2008, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018
Französischer Supercupsieger 1995, 1998, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019
Europapokalsieger der Pokalsieger 1996

Erfolge der Damen:
Französischer Pokalsieger 2010, 2018

Hall of Fame:
Spieler: Joël Bats, Luis Fernández, Bernard Lama, Grégory Coupet, Zlatan Ibrahimovic
Trainer: Laurent Blanc

AS Saint-Étienne

AS Saint-Étienne Der AS Saint-Étienne wurde 1919 von Mitarbeitern der Einzelhandelskette Casino als Amicale de la Société Casino gegründet. Bis heute sind die Grünen besonders populär und pflegen zudem eine intensive Rivalität mit Olympique Lyon aus der benachbarten Regionalhauptstadt. Daneben bestehen kleinere regionale Rivalitäten mit AS Valence und Grenoble Foot. Auch die Fanszene des französischen Rekordmeisters gilt als eine der aktivsten, treuesten und kreativsten Frankreichs. Sportlich hatte AS Saint-Étienne seine erfolgreichste Zeit in den 1960er- und 1970er-Jahren. Aus dieser Zeit resultiert auch der bislang größte internationale Erfolg mit der Finalteilnahme im Europapokal der Landesmeister 1976, wo die Grünen sich schließlich dem Titelverteidiger FC Bayern München knapp unterlag.


Erfolge der Herren:
Französischer Meister 1957, 1964, 1967, 1968, 1969, 1970, 1974, 1975, 1976, 1981
Französischer Pokalsieger 1962, 1968, 1970, 1974, 1975, 1977
Französischer Ligapokalsieger 2013
Französischer Supercupsieger 1957, 1962, 1967, 1968, 1969, 1970

Erfolge der Damen:
Französischer Pokalsieger 2011

Hall of Fame:
Spieler: Michel Platini, Laurent Blanc, Patrick Battiston, Robert Herbin, Jacques Santini, Hervé Revelli,
             Patrick Revelli, René Domingo, René Alpsteg, Aimé Jacquet
Trainer: Albert Batteux, Jean Snella

Olympique Lyon

Olympique Lyon Lange Zeit stand Olympique Lyon im Schatten seines Nachbarn aus Saint-Étienne. Gegründet wurden die "Kids" am 3. August 1950, der sportliche Aufstieg des Vereins aus der zweitgrößten Stadt Frankreichs unter der Ägide von Präsident Jean-Michel Aulas. Mit dem ersten Titelgewinn 2002 stellte Olympique Lyon mit sieben aufeinanderfolgenden Meisterschaften einen neuen Ligarekord auf. Neben den Rivalitäten mit den französischen Spitzenklubs PSG und Olympique Marseille ist vor allem die Rivalität mit AS Saint-Étienne von besonderer Brisanz. Seit 2004 zählt die Frauenmannschaft von Olympique zu den europäischen Spitzenteams im internationalen Frauenfußball.

Erfolge der Herren:
Französischer Meister 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008
Französischer Pokalsieger 1964, 1967, 1973, 2008, 2012
Französischer Ligapokalsieger 2001
Französischer Supercupsieger 1973, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2012

Erfolge der Damen:
Französischer Meister 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020
Französischer Pokalsieger 2008, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2019
UEFA Women's Champions League Sieger 2011, 2012, 2016, 2017, 2018, 2019

Hall of Fame:
Spieler: Grégory Coupet, Hugo Lloris, Karim Benzema, Juninho, Cris, Mahamadou Diarra, Serge Chiesa,
             Aimé Mignot, Fleury Di Nallo, Jean Djorkaeff
Spielerinnen: Sonia Bompastor, Sarah Bouhaddi, Amandine Henry, Louisa Nécib, Wendie Renard,
                      Eugénie Le Sommer, Wendie Renard, Lotta Schelin, Lara Dickenmann
Trainer: Paul Le Guen, Gérard Houllier, Patrice Lair

Girondins Bordeaux

Girondins Bordeaux Gegründet wurde Girondins Bordeaux bereits am 1. Oktober 1881, wobei die Fußballabteilung erst 1919 dauerhaft etabliert wurde. Seinen Profifußballstatus erhielt Girondins am 2. Juli 1936 durch Fusion mit dem benachbarten bordelaiser Sportverein Girondins Gueyenne Sport. Die sportlich erfolgreichste Zeit hatte der Verein aus der südwestfranzösischen Stadt in den 1980er-Jahren mit drei nationalen Meisterschaften und zwei Pokalsiegen. Größter internationaler Erfolg war die Finalteilnahme im UEFA-Pokal im Jahr 1996. Seit 2015 verfügt Girondins über eine eigene Frauen-Mannschaft, die 2017 in die erste französische Liga aufgestiegen ist.


Erfolge:
Französischer Meister 1950, 1984, 1985, 1987, 1999, 2009
Französischer Pokalsieger 1941, 1986, 1987, 2013
Französischer Ligapokalsieger 2002, 2007, 2009
Französischer Supercupsieger 2008, 2009

Hall of Fame:
Spieler: Gernot Rohr, Alain Giresse, Jean Tigana, Patrick Battiston, Marius Trésor, Zinédine Zidane
Trainer: Aimé Jacquet

Olympique Marseille

Olympique Marseille Als neunfacher Landesmeister und Gründungsmitglied der ersten französischen Liga gehört Olympique Marseille zu den erfolgreichsten Fußballvereinen in Frankreich. Zudem ist "OM" bislang der einzige französische Klub, der UEFA Champions League gewinnen konnte. Hinzu kamen einige Finalteilnahmen in den europäischen Wettbewerben. Seinen sportlichen Höhepunkt hatte Olympique in den 1990er-Jahren während der Präsidentschaft des ehemaligen französischen Politikers Bernard Tapie. Mit der "Affäre OM-VA" folgte hingegen der jähe sportliche Absturz mit dem Zwangabstieg 1994. Olympique ist einer der populärsten Fußballvereine Frankreichs und verfügt über eine landesweite Gefolgschaft. Größter sportlicher Rivale ist der Hauptstadtklub Paris Saint-Germain ("Le Classique").

Erfolge:
Französischer Meister 1937, 1948, 1971, 1972, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993 (aberkannt), 2010
Französischer Pokalsieger 1924, 1926, 1927, 1935, 1938, 1943, 1969, 1972, 1976, 1989
Französischer Ligapokalsieger 2010, 2011, 2012
Französischer Supercupsieger 2010, 2011
UEFA Champions League Sieger 1993

Hall of Fame:
Spieler: Jean Tigana, Didier Deschamps, Fabien Barthez, Jean-Pierre Papin, Joseph Yegba Maya, Abédi Pelé
Trainer: Raymond Goethals, Mario Zatelli

Stade Reims

Stade Reims Der französische Fußballklub Stade Reims wurde bereits am 29. Oktober 1910 als Betriebssportverein der Sektkellerei Pommery & Greno gegründet. Seine erfolgreichste Zeit hatte der Verein aus der Champagne hingegen in den 1950er-Jahren. Mit sechs Meisterschaften und zwei Pokalsiegen gehörte Stade zu den Aushängeschildern des französischen Fußballs. Dabei war das Team vor allem für seine offensive Spielweise ("foot pétillant" oder "football champagne") rund um die französischen Stars Raimond Kopa und Just Fontaine bekannt.

In dieser Zeit erreichte Stade Reims zweimalig das Finale im Europapokal der Landesmeister (1956 und 1959), wo man sich allerdings beide Male dem spanischen Spitzenklub Real Madrid geschlagen geben musste. Zudem bildeten viele Spieler auch das Gerüst der französischen Nationalmannschaft, die mit dem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden einen ersten großen Erfolg feiern konnte.

In den 1960er-Jahren begann jedoch der langsame sportliche und wirtschaftliche Abstieg des französischen Traditionsvereins, der schließlich 1992 im Konkurs endete. 2018 gelang Stade Reims wieder der Aufstieg in die erste französische Liga. Neben den Herren gehörten auch die Damen in den 1970er- und 1980er-Jahren zu den herausragenden französischen Klubs.

Erfolge der Herren:
Französischer Meister 1949, 1953, 1955, 1958, 1960, 1962
Französischer Pokalsieger 1950, 1958
Französischer Ligapokalsieger 1991
Französischer Supercupsieger 1955, 1958, 1960, 1964

Erfolge der Damen:
Französischer Meister 1975, 1976, 1977, 1980, 1982

Hall of Fame:
Spieler: Raimond Kopa, Just Fontaine, Robert Jonquet, Michel Leblond, Armand Penverne, Jeans Vincent,
             Michel Hidalgo
Spielerinnen: Élisabeth Loisel, Isabelle Musset, Marie-Bernadette Thomas, Marie-Louise Butzig
Trainer: Albert Batteux, Pierre Geoffroy

AS Monaco

AS Monaco Mit bislang acht Meisterschaften und fünf Pokalsiegen gehört AS Monaco zu den erfolgreichsten französischen Fußballvereinen. Zu den größten internationalen Erfolgen der Monegassen gehören die Finalteilnahmen in der UEFA Champions League 2004 und im Europapokal der Pokalsieger 1992. Gegründet wurde der Verein am 1. August 1919, wobei sich der AS Monaco erst 1948 in einen Profklub umwandelte. Dabei spielte der Verein aus dem Fürstentum an der französischen Mittelmeerküste nahezu ununterbrochen erstklassig. Lediglich zwischen 2011 und 2013 spielten die Monegassen in der zweiten französischen Liga. Seit 2011 werden 66,66 Prozent der Anteile der für den Profibereich zuständigen Kapitalgesellschaft von von Jekaterina Rybolowlewa gehalten, der Tochter des aktuellen Vereinspräsidenten und russischen Milliardärs Dmitri Rybolowlew. Die übrigen 33,33 Prozent sind im Besitz der monegassischen Fürstenfamilie Grimaldi. Prominentester Fan ist Fürst Albert II. von Monaco.


Erfolge:
Französischer Meister 1961, 1963, 1978, 1982, 1988, 1997, 2000, 2017
Französischer Pokalsieger 1960, 1963, 1980, 1985, 1991
Französischer Ligapokalsieger 2003
Französischer Supercupsieger 1961, 1985, 1997, 2000

Hall of Fame:
Spieler: Manuel Amoros, Jean-Luc Ettori, Emmanuel Petit, Lilian Thuram, Thierry Henry
Trainer: Arsène Wenger

England

Manchester United

Manchester United Der englische Topverein Manchester United ging bereits 1878 aus dem Klub Newton Heath und wurde von Mitarbeitern einer regionalen Eisenbahngesellschaft gegründet. Seine ersten Erfolge feierte der englische Rekordmeister in den 1950er-Jahren unter der Ägide von Trainer Matt Busby. Größte Tragödie dieser Zeit war hingegen das sogenannte Munich Air Desaster am 6. Februar 1958, einige Spieler und Begleiter des Vereins bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kamen. Nach einer schweren finanziellen und sportlichen Krise stieg ManU mit Trainer Alex Ferguson zu einem europäischen Spitzenklub auf.

So zählt Manchester United heute zu den fünf Vereinen in Europa, die Europapokalwettbewerbe gewinnen konnten. Wirtschaftlich gehört der Verein laut einer Untersuchung von Deloitte zu den umsatzstärksten Vereinen der Welt. Zudem ist ManU heute mit etwa 150.000 Mitgliedern der viertgrößte Fußballverein der Welt.

Erfolge:
Englischer Meister 1908, 1911, 1952, 1956, 1957, 1965, 1967, 1993, 1994, 1996, 1997, 1999, 2000, 2001,
                               2003, 2007, 2008, 2009, 2011, 2013
Englischer Pokalsieger 1909, 1948, 1963, 1977, 1983, 1985, 1990, 1994, 1996, 1999, 2004, 2016
Englischer Ligapokalsieger 1992, 2006, 2009, 2010, 2017
Englischer Supercupsieger 1908, 1911, 1952, 1956, 1957, 1965, 1967, 1977, 1983, 1990, 1993, 1994, 1996,
                                            1997, 2003, 2007, 2008, 2010, 2011, 2013, 2016
UEFA Champions League Sieger 1968, 1999, 2008
Europapokalsieger der Pokalsieger 1991
UEFA Europa League Sieger 2017
UEFA Super Cup Sieger 1991
FIFA-Klub-Weltmeister 2008
Weltpokalsieger 1991

Hall of Fame:
Spieler: Sir Robert ("Bobby") Charlton, George Best, Ryan Giggs, Paul Scholes, David Beckham,
             Wayne Rooney, Roy Keane, Éric Cantona, Peter Schmeichel, Ole Gunnar Solskjær
Trainer: Sir Alexander ("Alex") Ferguson, Sir Alexander Matthew ("Matt") Busby

Manchester City

Manchester City Die Geschichte von Manchester City reicht bereits über 100 Jahre zurück. Gegründet wurde der Verein bereits 1880 unter dem Namen West Gorton Saint Marks. 1894 erhielten die Citizens ihren heutigen Vereinsnamen. Als erster Verein aus Manchester gewann ManCity bereits 1904 den englischen Fußballpokal (FA-Cup). Dennoch stand Manchester City meist im Schatten seines großen Rivalen Manchester United ("Manchester-Derby"). Kurios: In der Saison 1957/58 erzielten die Citizens 104 Tore bei 100 Gegentoren. Zudem ist Manchester City bis heute der einzige englische Verein, der 1938 als amtierender Meister abgestiegen ist.

Erfolge der Herren:
Englischer Meister 1937, 1968, 2012, 2014, 2018, 2019
Englischer Pokalsieger 1904, 1934, 1956, 1969, 2011, 2019
Englischer Ligapokalsieger 1970, 1976, 2014, 2016, 2018, 2019
Englischer Supercupsieger 1937, 1968, 1972, 2012, 2018, 2019
Europapokalsieger der Pokalsieger 1970

Erfolge der Damen:
Englischer Pokalsieger 2017, 2019

Hall of Fame:
Spieler: William Henry ("Billy") Meredith, Malcolm Allison, Colin Bell, Francis Henry Lee, Alan Oakes,
             Michael George ("Mike") Summerbee, Neil Young, Bernhard Carl ("Bert") Trautmann
Trainer: Joseph ("Joe") Mercer, Roberto Mancini, Manuel Pellegrini

FC Liverpool

FC Liverpool Der FC Liverpool gilt heute als zweitbester Fußballverein Englands und zählt zudem zu den international renommiertesten Klubs. Seit seiner Gründung am 3. Juni 1892 spielen die "Reds" an der historischen Anfield-Road. Von Beginn an pflegt der FC Liverpool eine traditionsreiche sportliche Konkurrenz mit dem Nachbarn FC Everton ("Merseyside Derby") sowie die Rivalität mit Manchester United. Trotz aller Erfolge und seiner traditionsreichen Vergangenheit ist die Klubgeschichte auch von zwei tragischen Ereignissen überschattet: der Katastrophe von Heysel 1985 und der Hillsborough-Katastrophe 1989. Seit 2013 verfügt der Verein über eine eigene Frauenmannschaft (Liverpool LFC), die bereits zwei englische Meisterschaften (2013, 2014) gewinnen konnte.

Erfolge der Herren:
Englischer Meister 1901, 1906, 1922, 1923, 1947, 1964, 1966, 1973, 1976, 1977, 1979, 1980, 1982, 1983, 1984,
                               1986, 1988, 1990
Englischer Pokalsieger 1965, 1974, 1986, 1989, 1992, 2001, 2006
Englischer Ligapokalsieger 1981, 1982, 1983, 1984, 1995, 2001, 2003, 2012
Englischer Supercupsieger 1964, 1965, 1966, 1974, 1976, 1977, 1979, 1980, 1982, 1986, 1988, 1989, 1990,
                                            2001, 2006
UEFA Champions League Sieger 1977, 1978, 1981, 1984, 2005, 2019
UEFA-Pokalsieger 1973, 1976, 2001
UEFA Super Cup Sieger 1977, 2001, 2005, 2019
FIFA-Klub-Weltmeister 2019

Erfolge der Damen: Englischer Meister 2013, 2014

Hall of Fame:
Spieler: Ian Callaghan, Jamie Carragher, Ray Clemence, Bruce Grobbelaar, Kevin Keegan, Ian Rush,
             Steven Gerrard, Michael Owen, Kenny Dalglish, Ronald ("Ronnie") Whelan, Steve McManaman,
             Sami Hyypiä, Roger Hunt, Henry ("Harry") Chambers, Dietmar ("Didi") Hamann
Trainer: Robert ("Bob") Paisley, William ("Bill") Shankly, Joe Fagan, Gérard Houllier

FC Everton

FC Everton Der FC Everton gehört zu den traditionsreichsten englischen Fußballclubs. Gegründet im Jahre 1878 von Mitgliedern einer methodistischen Kirchengemeinde spielte der Dino des englischen Fußballs lediglich in vier Spielzeiten zweitklassig. Zudem verbindet "The Toffees" eine traditionsreiche Rivalität mit dem FC Liverpool ("Merseyside Derby"). Seine erfolgreichste Zeit hatte der Club in den 1920er- und 1930er-Jahren mit William Ralph ("Dixie") Dean, deinem der bislang besten Mittelstürmer in der englischen Fußballgeschichte. Seine zweite "goldene Ära" erlebten die "Toffies" in den 1960er-Jahren unter der Ägide von Harry Catterick.

Erfolge der Herren:
Englischer Meister 1891, 1915, 1928, 1932, 1939, 1963, 1970, 1985, 1987
Englischer Pokalsieger 1906, 1933, 1966, 1984, 1995
Englischer Supercupsieger 1928, 1932, 1963, 1970, 1984, 1985, 1986 (geteilt), 1987, 1995
Europapokalsieger der Pokalsieger 1985

Erfolge der Damen:
Englischer Meister 1998
Englischer Pokalsieger 2010

Hall of Fame:
Spieler: Neville Southall, Kevin Ratcliffe, Dixie Dean
Trainer: Howard Kendall

FC Arsenal

FC Arsenal Der FC Arsenal gehört zu den besten Fußballvereinen in London. Gegründet wurden die "Gunners" im Jahre 1886 von Mitarbeitern der Rüstungsfabrik "Royal Arsenal". Bereits in den 1930er-Jahren erlebte der FC Arsenal unter Herbert Chapman seine erste sportliche Blütezeit. Zudem verfügen die "Gunners" über eine über eine große und loyale Fanbasis. Aufgrund der geographischen Lage sowohl aus reichen Stadteilen Londons als auch Regionen mit gemischter Bevolkerungsstruktur und Arbeitergegenden. 1987 wurde mit dem Arsenal LFC der heute erfolgreichste Frauenfußballverein in England gegründet. Mit derzeit zwölf Meisterschaften und 14 Pokalsiegen sind die Arsenal Ladies englischer Rekordhalter.

Erfolge der Herren:
Englischer Meister 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004
Englischer Pokalsieger 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017
Englischer Ligapokalsieger 1987, 1993
Englischer Supercupsieger 1930, 1931, 1933, 1934, 1938, 1948, 1953, 1991 (geteilt), 1998, 1999, 2002, 2004,
                                            2014, 2015, 2017
Europapokalsieger der Pokalsieger 1994

Erfolge der Damen:
Englischer Meister 1993, 1995, 1997, 2001, 2002, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2019
Englischer Pokalsieger 1993, 1995, 198, 1999, 2001, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2013, 2014, 2016
Englischer Ligapokalsieger 1992, 1993, 1994, 1998, 1999, 2000, 2001, 2005, 2007, 2009
Englischer Supercupsieger 2000, 2001, 2005, 2006, 2007, 2008
UEFA-Women's-Cup-Sieger 2007

Hall of Fame:
Spieler: David Seaman, Tony Adams, David O'Leary, Ian Wright, Dennis Bergkamp, Patrick Vieira, Thierry Henry,
             Robin van Persie, Andrei Arschawin
Spielerinnen: Faye White, Rachel Yankey, Julie Fleeting
Trainer: Herbert Chapman, George Allison, Bertram ("Bertie") Mee, Arsène Wenger

FC Chelsea

FC Chelsea Der FC Chelsea wurde am 10. März 1905 im "The Butcher's Hook" (früher: "The Rising Sun Pub") gegründet. Größere Erfolge blieben dem Londoner Stadtteilverein jedoch zunächst verwehrt. Erst unter der Ära von Edward Joseph ("Ted") Drake legten die "Blues" ihren Ruf als "dilettantische Zirkusverein" ab. Allerdings der Aufstieg zum Spitzenclub erst nach der Übernahme durch den russischen Milliardär Roman Abramowitsch. Dennoch sorgte dessen Übernahme für erhebliche Kritik: Während die Befürworter sich einen attraktiveren Fußball in der Stamford Bridge erhoffen, warnen die Kritiker vor der wirtschaftlichen Abhängigkeit.

Erfolge der Herren:
Englischer Meister 1955, 2005, 2006, 2010, 2015, 2017
Englischer Pokalsieger 1970, 1997, 2000, 2007, 2009, 2010, 2012, 2018
Englischer Ligapokalsieger 1965, 1998, 2005, 2007, 2015
Englischer Supercupsieger 1955, 2000, 2005, 2009
UEFA Champions League Sieger 2012
Europapokalsieger der Pokalsieger 1971, 1998
UEFA Europa League Sieger 2013, 2019
UEFA Super Cup Sieger 1998

Erfolge der Damen:
Englischer Meister 2015, 2018
Englischer Pokalsieger 2015, 2018

Hall of Fame:
Spieler: Peter Bonetti, John Terry, Frank Lampard, Didier Drogba, Petr Cech, Robert Victor ("Bobby") Tambling
Trainer: Edward Joseph ("Ted") Drake, Gianluca Vialli, José Mourinho, Roberto Di Matteo, Rafael Benítez

Tottenham Hotspur

Tottenham Hotspur Gegründet am 5. September 1882 gehört Tottenham Hotspur heute zu den erfolgreichsten englischen Fußballvereinen. So war der Club aus dem Londoner Norden der erste englische Club im 20. Jahrhundert, welcher das Double aus Meisterschaft und Pokal gewinnen konnte. Zudem gelang den "Spurs" im Jahre 1963 als erster britischer Mannschaft in der Geschichte der Geweinn eines europäischen Pokalwettbewerbs. Die Anhänger von Tottenham Hotspur bezeichnen sich selbst als "Yid Army", da der Verein traditionell mit der jüdischen Bevölkerung in der Hauptstadt assoziiert wird. Allerdings wird dieser Begriff auch durchaus kritisch gesehen, da dieser vor allem in den 1930er-Jahren von den Faschisten geprägt wurde. Kritiker glauben, dass gegnerische Anhänger sich legitimiert sehen, diesen Begriff verstärkt als Schimpfwort zu benutzen. Das Vereinsmotto der "Spurs" lautet: "Audere est Facere" (lateinisch: "Wagen ist tun"). Wappentier ist seit 1901 der Hahn, welcher bis heute zu den Identifikationsfigur für die Spurs darstellt. Bekannt ist der Verein zudem für seine Jugendarbeit im Rahmen der Tottenham Hotspur Academy.


Erfolge:
Englischer Meister 1951, 1961
Englischer Pokalsieger 1901, 1921, 1961, 1962, 1967, 1981, 1982, 1991
Englischer Ligapokalsieger 1971, 1973, 1999, 2008
Englischer Supercupsieger 1921, 1951, 1962, 1963, 1968, 1982, 1992
Europapokalsieger der Pokalsieger 1963
UEFA-Pokalsieger 1972, 1984

Hall of Fame:
Spieler: Paul Gascoigne, Gary Lineker, Teddy Sheringham, Glenn Hoddle, Pat Jennings, Sir Alfred ("Alf") Ramsey,
               Gareth Bale, Steffen Freund, Osvaldo Ardiles,
Trainer: Bill Nicholson, Terry Venables

Aston Villa

Aston Villa Aston Villa wurde im Jahr 1874 von einer methodistischen Kirchengemeinde in Birmingham gegründet und gehört zu den den ältesten englischen Fußballclubs. Bereits um die Jahrhundertwende waren "The Villans" mit insgesamt sechs englischen Meisterschaften und fünf Pokalsiegen der erfolgreichste Fußballclub Englands. Dazu zählte auch das zweite Double in der englischen Fußballgeschichte im Jahr 1897. Nach 1920 begann der allmähliche Abstieg des Klubs bis in die Drittklassigkeit. Erst in den 1970er-Jahren gelang Aston Villa die Rückkehr ins englische Fußball-Oberhaus. Traditioneller Konkurrent der "Villans" ist Stadtrivale Birmingm City. Hinzu kommt eine ausgeprägte Rivalität mit West Bromwich Albion.



Erfolge:
Englischer Meister 1894, 1896, 1897, 1899, 1900, 1910, 1981
Englischer Pokalsieger 1887, 1895, 1897, 1905, 1913, 1920, 1957
Englischer Ligapokalsieger 1961, 1975, 1977, 1994, 1996
Englischer Supercupsieger 1981
Europapokalsieger der Landesmeister 1982
UEFA Super Cup Sieger 1982

Hall of Fame:
Spieler: Howard Vaughton, John Devey, Archibald ("Archie") Hunter, Charles ("Charlie") Aitken, Dennis Mortimer
Trainer: George Ramsay, Tony Morton

Nottingham Forest

Nottingham Forest Bereits 1865 wurde Nottingham Forest gegründet. Nach mehr als 30 Jahren in der Zweitklassigkeit gelang dem Club 1957 der Aufstieg in die damals erstklassige Football League First Division auf. Seine größten Erfolge jedoch Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre mit dem Gewinn der ersten und bislang einzigen englischen Meisterschaft sowie dem zweimaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Bis heute sind die "Tricky Trees" die erste und einzige Mannschaft, die mehr Europapokale als nationale Meisterschaften gewinnen konnte. In den 1990er-Jahren folgte jedoch der allmähliche sportliche Niedergang bis hin zum Abstieg in die Zweit- und Drittklassigkeit. 2017 wurde Forest vom griechischen Reeder Evangelos Marinakis übernommen. Traditioneller Lokalrivale ist Notts County. Erstmals 1866 ausgetragen gilt es heute als ältestes nachweisbares Derby der Welt.



Erfolge:
Englischer Meister 1979
Englischer Pokalsieger 1898, 1959
Englischer Ligapokalsieger 1978, 1979, 1989, 1990
Englischer Supercupsieger 1978
Europapokalsieger der Landesmeister 1979, 1980
UEFA Super Cup Sieger 1979

Hall of Fame:
Spieler: Stuart Pearce, Peter Shilton, Ian Bowyer, Martin O'Neill, John Robertson
Trainer: Brian Clough

Weitere Traditionsvereine: Newscastle United, Leeds United, Sheffield Wednesday

Schottland

Glasgow Rangers

Glasgow Rangers Die Wurzeln der Glasgow Rangers reichen bis ins Jahr 1873 zurück, als der Verein von vier jungen Männern gegründet wurde. Mit derzeit 54 Meisterschaften haben die "Gers" mehr Landesmeisterschaften gewonnen als jeder andere Fußballverein weltweit. Traditionell wird der Verein von meist protestantischen Unionisten favorisiert. Größter sportlicher Konkurrent der Rangers ist der Stadtrivale Celtic Glasgow ("Old Firm"). Nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft wurden die Rangers 2012 in die vierte Liga zwangsversetzt. 2016 erfolgte der Wiederaufstieg in die Scottish Premiership.

Erfolge:
Schottischer Meister 1891, 1899, 1900, 1901, 1902, 1911, 1912, 1913, 1918, 1920, 1921, 1923, 1924, 1925, 1927,
                                  1928, 1929, 1930, 1931, 1933, 1934, 1935, 1937, 1939, 1947, 1949, 1950, 1953, 1956, 1957,
                                  1959, 1961, 1963, 1964, 1975, 1976, 1978, 1987, 1989, 1990, 1991, 1992, 1993, 1994, 1995,
                                  1996, 1997, 1999, 2000, 2003, 2005, 2009, 2010, 2011
Schottischer Pokalsieger 1894, 1897, 1898, 1903, 1928, 1930, 1932, 1934, 1935, 1936, 1948, 1949, 1950, 1953,
                                         1960, 1962, 1963, 1964, 1966, 1973, 1976, 1978, 1979, 1981, 1992, 1993, 1996, 1999,
                                         2000, 2002, 2003, 2008, 2009
Schottischer Ligapokalsieger 1947, 1949, 1961, 1962, 1964, 1965, 1971, 1976, 1978, 1979, 1982, 1984, 1985,
                                                1987, 1988, 1989, 1991, 1993, 1994, 1997, 1999, 2002, 2003, 2005, 2008, 2010,
                                                2011
Europapokalsieger der Pokalsieger 1972

Hall of Fame:
Spieler: John Greig, Ally McCoist, Sandy Jardine, Stefan Klos, Jörg Albertz
Trainer: Dick Advocaat

Celtic Glasgow

Celtic Glasgow Gemeinsam mit dem Lokalrivalen dominiert Celtic Glasgow seit mittlerweile mehr als einem Jahrhundert den schottischen Fußball. Gegründet am 6. November 1887 vom katholischen Mönch Bruder Wilfried entwickelten die "Bhoyz" sehr schnell eine große Zugkraft und konnten bereits Ende des 19. Jahrhunderts erste Erfolge vorweisen. Im Unterschied zu den protestantisch orientierten Rangers waren bei Celtic seit Beginn alle Spieler, unabhängig von ihrer Herkunft, kulturellen Identität oder Religion, willkommen. Bis heute gilt Celtic als katholisch geprägter Klub irischer Einwanderer. Größter sportlicher Erfolg war das Triple 1967.

Erfolge:
Schottischer Meister 1893, 1894, 1896, 1898, 1905, 1906, 1907, 1908, 1909, 1910, 1914, 1915, 1916, 1917, 1919,
                                  1922, 1926, 1936, 1938, 1954, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974, 1977,
                                  1979, 1981, 1982, 1986, 1988, 1998, 2001, 2002, 2004, 2006, 2007, 2008, 2012, 2013, 2014,
                                  2015, 2016, 2017, 2018, 2019
Schottischer Pokalsieger 1892, 1899, 1900, 1904, 1907, 1908, 1911, 1912, 1914, 1923, 1925, 1927, 1931, 1933,
                                         1937, 1951, 1954, 1965, 1967, 1969, 1971, 1972, 1974, 1975, 1977, 1980, 1985, 1988,
                                         1989, 1995, 2001, 2004, 2005, 2007, 2011, 2013, 2017, 2018
Schottischer Ligapokalsieger 1957, 1958, 1966, 1967, 1968, 1969, 1970, 1975, 1983, 1998, 2000, 2001, 2006,
                                               2009, 2015, 2017, 2018, 2019
Europapokalsieger der Landesmeister 1967

Hall of Fame:
Spieler: Billy McNeill, Jimmy McGrory, Kenny Dalglish, Paul McStay, Daniel ("Danny") McGrain, Bobby Lennox,
             Patrick Joseph ("Pat") Bonner, Henrik Larsson
Trainer: John ("Jock") Stein, Willie Maley, Jimmy McGrory

Weitere Traditionsvereine: FC Aberdeen, Hibernian Edinburgh, Heart of Midlothian

Spanien

Real Madrid

Real Madrid Der spanische Verein Real Madrid zählt heute zu den bekanntesten und erfolgreichsten Klubs der Welt. Gegründet wurden die Königlichen am 6. März 1902 zunächst als Fußballverein. 1920 wurde der Verein auf Dekret des spanischen Königs Alfons XIII. (1886–1931) in Real Madrid umbenannt. Seine ersten Erfolge feierte der Verein bereits Anfang des 20. Jahrhunderts im spanischen Pokal. 1932 folgte schließlich der Gewinn der ersten spanischen Meisterschaft. Unter Santiago Bernabéu stieg Real zum europäischen Spitzenklub auf. Allein zwischen 1955 und 1960 gewannen die Königlichen fünf Mal in Serie den Europapokal der Landesmeister. Mit insgesamt zwölf Titeln hält Real heute den Rekord in diesem Wettbewerb. Zudem umfasst die Titelsammlung der Madrilenen heute unter anderem 33 spanische Meistertitel, 19 Pokalsiege, 14 Europapokalerfolge, sowie 23 regionale Meisterschaften.

Größte Lokalrivale von Real Atlético Madrid ("Derbi madrileño"). So resultiert die Rivalität zwischen den beiden Vereinen aus der spanischen Hauptstadt nicht nur in den sportlichen Erfolgen, sondern auch im sozialen Milieu ihrer traditionellen Anhängerschaften. Während Real als wesentlich erfolgreicherer Klub im im wohlhabenderen Norden der Stadt beheimatet, Atlético im volkstümlicheren Süden. Real gilt zuden seit Anbeginn als Repräsentant der Oberschicht, dessen Wurzeln in adeligen Kreisen liegen. Atlético gilt vielmehr als Verein der Arbeiter, hinter dem sich auch viele Migranten aus Lateinamerika versammeln.

Die größte sportliche Rivalität besteht hingegen mit FC Barcelona. Dabei zählen die Partien zwischen Real und Barca ("El Clásico") zu den bedeutendsten Duellen des internationalen Vereinsfußballs. Die Gründe für die Rivalität sind vielschichtig und reichen von der sportlichen Konkurrenz über die regionalen Gegensätze Kastiliens und Kataloniens bis zu den politisch unterschiedlichen Strömungen, die den Mannschaften zugeschrieben werden.

Darüber hinaus ist Real Madrid mittlerweile auch in anderen Sportarten sehr erfolgreich. Vor allem die Basketball-Sektion zählt heute zu den erfolgreichsten Vereinen Europas. Daneben gewann Real im Volleyball zwischen 1952 und 1983 sieben spanische Meisterschaften (1972, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1983), 13 Pokalsiege (Herren: 1954, 1956, 1960, 1969, 1973, 1976, 1977, 1978, 1979, 1980, 1981, 1983 - Damen: 1981). Hinzu kommen zehn spanische Meisterschaften (1945, 1948, 1950, 1955, 1959, 1960, 1961, 1963, 1970, 1971) im Baseball (1944-1971) sowie mehrere nationale Meisterschaften in anderen Sportarten.

Erfolge:
Spanischer Meister 1932, 1933, 1954, 1955, 1957, 1958, 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1967, 1968, 1969, 1972,
                                1975, 1976, 1978, 1979, 1980, 1986, 1987, 1988, 1989, 1990, 1995, 1997, 2001, 2003, 2007,
                                2008, 2012, 2017
Spanischer Pokalsieger 1905, 1906, 1907, 1908, 1917, 1934, 1936, 1946, 1947, 1962, 1970, 1974, 1975, 1980,
                                       1982, 1989, 1993, 2011, 2014
Spanischer Ligapokalsieger 1985
Spanischer Supercupsieger 1988, 1989, 1990, 1993, 1997, 2001, 2003, 2008, 2012, 2017, 2019
UEFA Champions League Sieger 1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1966, 1998, 2000, 2002, 2014, 2016, 2017, 2018
UEFA-Pokalsieger 1985, 1986
UEFA Super Cup Sieger 2002, 2014, 2016, 2017
FIFA-Klub-Weltmeister 2014, 2016, 2017, 2018
Weltpokalsieger 1960, 1998, 2002

Hall of Fame:
Spieler: René Petit, Ricardo Zamora, Francisco Gento, Ferenc Puskás, Alfredo Di Stéfano, Raymond Kopa,
              Amancio Amaro Varela, José Antonio Camacho, Fernando Hierro, Emilio Butragueño, Hugo Sánchez,
              Luís Figo, Fernando Morientes , Raúl, Guti, Zinédine Zidane, David Beckham, Roberto Carlos,
              Iker Casillas, Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Sergio Ramos, Pepe, Gareth Bale
Trainer: José Villalonga Llorente, Miguel Muñoz, José Mourinho


FC Barcelona

FC Barcelona Der FC Barcelona wurde am 29. November 1899 vom Schweizer Hans Gamper gegründet. Dabei ist Barca heute nicht nur zu einem Symbol der kulturellen Identität Kataloniens und des Katalanismus geworden. Getreu seinem Vereinsmotto "Més que un club" ("Mehr als ein Verein") pflegt der FC Barcenlona bis heute auch sein Image durch sein soziales Engagement. Zudem ist der Klub als gemeinnütziger Verein organisiert und befindet sich im Besitz seiner rund 153.000 Mitglieder. Mit dem Camp Nou besitzt der Verein zudem das größte Fußballstadion Europas.

Bekannt ist der Verein auch für seine Jugendarbeit. So gingen aus der Jugendakademie La Masia bereits zahlreiche Weltstars hevor, darunter Lionel Messi, Andrés Iniesta, Xavi oder Pep Guardiola. So gehört Barca heute mit 24 spanischen Meisterschaften und 29 spanischen Pokalsiegen (Rekord) sowie neun Europapokalerfolgen zu den erfolgreichsten Vereinen in Europa sowie neben Erzrivalen Real Madrid zu den beiden dominierenden Klubs im spanischen Fußball. Zudem ist der FC Barcelona der bislang einzige Verein, der bereits zwei Mal das Triple aus nationaler Meisterschaft und Pokal sowie UEFA Champions League (2009 und 2015) gewonnen.

Größter Lokalrivale von Barca ist Espanyol Barcelona, welches am 28. Oktober 1900 von königstreuen, ausschließlich spanischen Fußballfans gegründet wurde. So war das Derby zwischen beiden Lokalrivalen in früheren Zeiten auch als Symbol eines Aufeinandertreffens von Katalanismus und spanischem Nationalismus gesehen. Mittlerweile hat das "Derbi barceloní" seine politische Brisanz jedoch weitgehend verloren.

Neben dem Fußball ist der FC Barcelona auch in anderen Sportarten national wie international erfolgreich - darunter der Handballsektion und der Basketballsparte. Zudem gehört Barca im Rollhockey zu den erfolgreichsten Vereinen Europas.

Erfolge der Herren:
Spanischer Meister 1929, 1945, 1948, 1949, 1952, 1953, 1959, 1960, 1974, 1985, 1991, 1992, 1993, 1994,
                                1998, 1999, 2005, 2006, 2009, 2010, 2011, 2013, 2015, 2016, 2018, 2019
Spanischer Pokalsieger 1910, 1912, 1913, 1920, 1922, 1925, 1926, 1928, 1942, 1951, 1952, 1953, 1957,
                                       1959, 1963, 1968, 1971, 1978, 1981, 1983, 1988, 1990, 1997, 1998, 2009, 2012,
                                       2015, 2016, 2017, 2018
Spanischer Ligapokalsieger 1983, 1986
Spanischer Supercupsieger 1983, 1991, 1992, 1994, 1996, 2005, 2006, 2009, 2010, 2011, 2013, 2016, 2018
UEFA Champions League Sieger 1992, 2006, 2009, 2011, 2015
Europapokalsieger der Pokalsieger 1979, 1982, 1989, 1997
UEFA Super Cup Sieger 1992, 1997, 2009, 2011, 2015
FIFA-Klub-Weltmeister 2009, 2011, 2015

Erfolge der Damen:
Spanischer Meister 2012, 2013, 2014, 2015
Spanischer Pokalsieger 1994, 2011, 2013, 2014, 2017, 2018

Hall of Fame:
Spieler: Josep Escolà, Sándor Kocsis, Bernd Schuster, Andoni Zubizarreta, Migueli, Michael Laudrup, Éric Abidal,
             Christo Stoitschkow, Eiður Smári Guðjohnsen, Rivaldo, Ronaldinho, Víctor Valdés, Xavi, Andrés Iniesta,
             Carles Puyol, Sergio Busquets, Lionel Messi, Neymar
Trainer: Udo Lattek, Johan Cruyff, Frank Rijkaard, Josep ("Pep") Guardiola

Atlético Madrid

Atlético Madrid Atlético Madrid ist am 26. April 1903 aus einer Abspaltung des baskischen Clubs Athletic Bilbao hervorgegangen. Gemessen an der Zahl der Titel ist der Vorstadtverein aus der spanischen Hauptstadt der drittbeste Verein im spanischen Fußball. Bekannt wurde Atlético auch als "Matrazenmacher" ("Los Colchoneros") in Anlehnung an die rot-weißen Streifen im Vereinswappen, welche auch dem klassischen Mister spanischer Matrazen entsprechen. Die Atlético-Fans stammen vornehmlich aus der Arbeiterschicht Madrids und aus Migranten in Lateinamerika. Größter sportlicher Rivale ist Real Madrid ("Derbi madrileño"). Hauptaktionär ist die Familie des langjährigen Präsidenten Jesús Gil.


Erfolge der Herren:
Spanischer Meister 1940, 1941, 1950, 1951, 1966, 1970, 1973, 1977, 1996, 2014
Spanischer Pokalsieger 1960, 1961, 1965, 1972, 1976, 1985, 1991, 1992, 1996, 2013
Spanischer Supercupsieger 1985, 2014
Europapokalsieger der Pokalsieger 1962
UEFA Europa League Sieger 2010, 2012, 2018
UEFA Super Cup Sieger 2010, 2012, 2018
Weltpokalsieger 1974

Erfolge der Damen:
Spanischer Meister 2017, 2018, 2019
Spanischer Pokalsieger 2016

Hall of Fame:
Spieler: Miguel Reina, Manolo, Feliciano Rivilla, Luis Aragonés, Adelardo Rodríguez, Enrique Collar,
             Sergio Agüero, Diego Forlán, Radamel Falcao, Vavá, Fernando Torres
Trainer: Diego Simeone

FC Valencia

FC Valencia Gegründet am 18. März 1919 zählt der FC Valencia zu den erfolgreichsten Fußballvereinen in Spanien. Ihre ersten nationalen Titel gewannen die "Blanquinegros" mit der Fledermaus als Maskottchen bereits in den 1940er-Jahren. In den 1960er-Jahren machte der FC Valencia auch international mit dem Gewinn des Messestadt-Pokals (1962 und 1963) auf sich aufmerksam. Nach sportlichen Tiefschlägen und finanziellen Problemen spielten sich die "Blanquinegros" zwischenzeitlich erneut in die europäische Spitze. Seit einigen Jahren leidet der Verein an hohen Schulden, die unter anderem der Immobilienkrise und negativer Spekulationen geschuldet sind. Seit 2014 gehört der Verein Peter Lim, einem Investor aus Singapur.



Erfolge:
Spanischer Meister 1942, 1944, 1947, 1971, 2002, 2004
Spanischer Pokalsieger 1941, 1949, 1954, 1967, 1979, 1999, 2008, 2019
Spanischer Supercupsieger 1999
Europapokalsieger der Pokalsieger 1980
UEFA-Pokalsieger 2004
UEFA Super Cup Sieger 1980, 2004

Hall of Fame:
Spieler: Santiago Cañizares, Fernando Gómez, David Villa, Mundo, Mario Kempes
Trainer: Rafael Benítez

Weitere Traditionsvereine: Espanyol Barcelona, FC Sevilla, Athletic Bilbao

Portugal

Benfica Lissabon

Benfica Lissabon Mit derzeit 36 Meisterschaften und 26 Pokalsiegen ist Benfica Lissabon heute der Rekordhalter im portugiesischen Fußball. Gegründet wurden "die Adler" am 28. Februar 1904 als "Sport Lisboa". Die größten Erfolge feierte Benfica Anfang der 1960er-Jahre mit dem zweimaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister um den damaligen Weltstar Eusébio. Seitdem verloren die Adler jedoch alle erreichten Endspiele in internationalen Vereinswettbewerben ("Guttmann-Fluch"). Die größten sportlichen Konkurrenten sind der Stadtrivale Sporting CP ("Derby de Lisboa") und der FC Porto ("O Clássico).

Erfolge:
Portugiesischer Meister 1936, 1937, 1938, 1942, 1943, 1945, 1950, 1955, 1957, 1960, 1961, 1963, 1964, 1965,
                                       1967, 1968, 1969, 1971, 1972, 1973, 1975, 1976, 1977, 1981, 1983, 1984, 1987, 1989,
                                       1991, 1994, 2005, 2010, 2014, 2015, 2016, 2017, 2019
Portugiesischer Pokalsieger 1940, 1943, 1944, 1949, 1951, 1952, 1953, 1955, 1957, 1959, 1962, 1964, 1969,
                                              1970, 1972, 1980, 1981, 1983, 1985, 1986, 1987, 1993, 1996, 2004, 2014, 2017
Portugiesischer Ligapokalsieger 2009, 2010, 2011, 2012, 2014, 2015, 2016
Portugiesischer Supercupsieger 1980, 1985, 1989, 2005, 2014, 2016, 2017, 2019
Europapokalsieger der Landesmeister 1961, 1962

Hall of Fame:
Spieler: Eusébio, Mário Coluna, José Águas, António Veloso, Manuel Bento, Tamagnini Nené, Rui Costa,
             Fábio Coentrão
Trainer: Béla Guttmann, Cosme Damião

Sporting Lissabon

Sporting Lissabon Mit rund 100.000 Mitgliedern gehört Sporting Lissabon derzeit zu den größten Fußballvereinen Europas. Gegründet am 1. Juli 1906 gehören "die Löwen" mittlerweile zu den drei erfolgreichsten Klubs in Portugal. Bekannt ist Sporting auch für seine herausragende Jugendarbeit, die unter anderem auch Weltstars wie Cristiano Ronaldo und Luís Figo. Zudem existieren heute insgesamt existieren 187 offizielle Filialvereine in Portugal und aller Welt. Neben 22 Meisterschaften und 15 Pokalsiegen war Sportung auch auf internationaler Vereinsebene erfolgreich. Dabei halten "die Löwen" auch den Rekord des höchsten Europapokalsieges mit einem 16:1 gegen APOEL Nikosia im Jahr 1964. Neben dem Fußball ist Sporting auch in anderen Sportarten erfolgreich.

Erfolge der Herren:
Portugiesischer Meister 1923, 1934, 1936, 1938, 1941, 1944, 1947, 1948, 1949, 1951, 1952, 1953, 1954, 1958,
                                       1962, 1966, 1970, 1974, 1980, 1982, 2000, 2002
Portugiesischer Pokalsieger 1941, 1945, 1946, 1948, 1954, 1963, 1971, 1973, 1974, 1978, 1982, 1995, 2002,
                                              2007, 2008, 2015, 2019
Portugiesischer Supercupsieger 1982, 1987, 1995, 2000, 2002, 2007, 2008, 2015
Europapokalsieger der Pokalsieger 1964

Erfolge der Damen:
Portugiesischer Meister 2017
Portugiesischer Pokalsieger 2017
Portugiesischer Supercup-Sieger 2017

Hall of Fame:
Spieler: Luís Figo, Cristiano Ronaldo, Mário Jardel, João Pinto, Vítor Damas, Rui Patrício
Trainer: Anselmo Fernandez

FC Porto

FC Porto

Der FC Porto gehört zu den drei erfolgreichsten Fußballvereinen des Landes und wurde bereits am 28. September 1893 durch den portugiesischen Weinhändler António Nicolau d'Almeida gegründet, der diesen Sport bei seinen Reisen nach England kennengelernt hatte. Allerdings ließen die ersten größeren Erfolge lange auf sich warten. Unter der Ägide von Jorge Nuno Pinto da Costa etablierten sich "die Drachen" national wie international unter den europäischen Spitzenklubs. Sportlicher Höhepunkt in den 1980er-Jahren war der Gewinn des Europapokals der Landesmeister, auch dank eines raffinierten Hackentricks des algerischen Superstars Rabah Madjer. Unter der Ägide von José Mourinho etablierte sich der FC Porto erneut in der europäischen Oberklasse.

Erfolge:
Portugiesischer Meister 1922, 1925, 1932, 1935, 1937, 1939, 1940, 1956, 1959, 1978, 1979, 1985, 1986, 1988,
                                       1990, 1992, 1993, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2003, 2004, 2006, 2007, 2008, 2009,
                                       2011, 2012, 2013, 2018
Portugiesischer Pokalsieger 1956, 1958, 1968, 1977, 1984, 1988, 1991, 1994, 1998, 2000, 2001, 2003, 2006,
                                              2009, 2010, 2011
Portugiesischer Supercupsieger 1981, 1983, 1984, 1986, 1990, 1991, 1993, 1994, 1996, 1998, 1999, 2001, 2003,
                                                    2004, 2006, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2018
UEFA Champions League Sieger 1987, 2004
UEFA Europa League Sieger 2003, 2011
UEFA Super Cup Sieger 1987
Weltpokalsieger 1987, 2004

Hall of Fame:
Spieler: João Domingos Pinto, Fernando Gomes, Fernando Couto, Vítor Baía, Jorge Costa, Deco, Bruno Alves,
             Teófilo Cubillas, Rabah Madjer
Trainer: Artur Jorge, José Mourinho

Italien

Juventus Turin

Juventus Turin Die "alte Dame" ("vecchia signora") aus Turin gehört heute zu den erfolgreichsten Vereinen der Welt und ist mit aktuell 33 "Scudetti" Rekordmeister in Italien. Zudem gewann Juventus Turin als erster europäischer Verein alle drei Titel der Europapokal-Wettbewerbe. Gegründet wurde "Juve" am 1. November 1897 als "Augusta Tourinorum". Seinen heutigen Namen "Juventus" (lateinisch: Jugend) erhielt der Verein bereits 1898. Im Jahre 1923 Edoardo Agnelli, der Vize-Präsident von Fiat, eine jahrzehntelange Partnerschaft und Verbundenheit mit dem Turiner Verein, die bis heute weiterbesteht. Die sportlich erfolgreichste Zeit hatte Juventus in den 1990er-Jahren, wo alle großen Titel gewonnen werden konnten. Trauriger Höhepunkt in der Geschichte des Vereins jedoch die Katastrophe von Heysel im Jahre 1985. Der sportliche Absturz erfolgte jedoch nach dem Manipulationsskandal 2005/2006 und dem Zwangsabstieg in die Seria B. Zudem wurden die Meisterschaften 2005 aberkannt und 2006 nicht vergeben. Bereits 2007 erfolgte wieder der direkte Wiederaufstieg und die Rückkehr an die Spitze des italienischen und europäischen Fußballs.


Regelmäßigen Umfragen zufolge sind etwa 20 Prozent der italienischen Fußballfans auch Anhänger von Juventus. Diese werden oftmals auch als "gobbi" ("gobbo" gleich italienisch für "Buckliger") bezeichnet, da das Trikot in den 1950er-Jahren beim Laufen einen Buckel auf dem Rücken formte. Größte sportliche Konkurrenten sind Stadtrivale FC Turin ("Derby della Mole") sowie Inter Mailand ("Derby d'Italia"). Zudem unterhält Juventus zahlreiche Ausbildungscamps in Italien und weiteren Ländern Europas, sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten.

Erfolge der Herren:
Italienischer Meister 1905, 1926, 1931, 1932, 1933, 1934, 1935, 1950, 1952, 1958, 1960, 1961, 1967, 1972, 1973,
                                 1975, 1977, 1978, 1981, 1982, 1984, 1986, 1995, 1997, 1998, 2002, 2003, 2012, 2013, 2014,
                                 2015, 2016, 2017, 2018
Italienischer Pokalsieger 1938, 1942, 1959, 1960, 1965, 1979, 1983, 1990, 1995, 2015, 2016, 2017, 2018
Italienischer Supercupsieger 1995, 1997, 2002, 2003, 2012, 2013, 2015
UEFA Champions League Sieger 1985, 1996
Europapokalsieger der Pokalsieger 1984
UEFA-Pokalsieger 1977, 1990, 1993
UEFA Super Cup Sieger 1984, 1986
Weltpokalsieger 1985, 1996

Erfolge der Damen:
Italienischer Meister 2018, 2019
Italienischer Pokalsieger 2018

Hall of Fame:
Spieler: Dino Zoff, Gianluigi ("Gigi") Buffon, Alessandro Del Piero, Roberto Baggio, Antonio Conte, Antonio Cabrini,
             Gaetano Scirea, Claudio Gentile, Paolo Rossi, Massimo Bonini, Jürgen Kohler, Stefan Reuter,
             Michel Platini, David Trezeguet, Zbigniew Boniek, Pavel Nedved, Omar Sívori, Roberto Bettega,
             Giampiero Boniperti
Trainer: Giovanni Trapattoni, Marcello Lippi

Inter Mailand

Inter Mailand Mit 18 Meisterschaften, sieben Pokalsiegen sowie mehreren internationalen Erfolgen gehört Inter Mailand zu den erfolgreichsten Fußballklubs der Welt. Zudem sind die "Nerazurri" der einzige italienischen Verein, der bis ununterbrochen der Seria A angehört. Gegründet wurde Inter am 9. März 1908 durch mehrer kosmopolitische Mitglieder des "Milan Cricket and Football Club". Mit dem heutigen Vereinsnamen "Internazionale" wollte man zudem die Offenheit der Mannschaft für Spieler aller Nationalitäten zu demonstrieren. Seine erfolgreichste sportliche Zeit hatte Inter unter Präsident Angelo Moratti und Trainer Helenio Herrera ("Il Mago" - "Der Zauberer"). Dieser befasste sich früh mit Sportpsychologie und begründete die Rolle des modernen Trainerberufs.

Die größten sportlichen Konkurrenten der "Nerazurri" sind Juventus Turin ("Derby d'Italia") sowie der Stadtrivale AC Mailand ("Derby della Madonnina").

Erfolge:
Italienischer Meister 1910, 1920, 1930, 1938, 1940, 1953, 1954, 1963, 1965, 1966, 1971, 1980, 1989, 2006, 2007,
                                 2008, 2009, 2010
Italienischer Pokalsieger 1939, 1978, 1982, 2005, 2006, 2010, 2011
Italienischer Supercupsieger 1989, 2005, 2006, 2008, 2010
UEFA Champions League Sieger 1964, 1965, 2010
UEFA-Pokalsieger 1991, 1994, 1998
Weltpokalsieger 1964, 1965
FIFA-Klub-Weltmeister 2010

Hall of Fame:
Spieler: Giuseppe Meazza, Sandro Mazzola, Giacinto Facchetti, Giuseppe Bergomi, Alessandro Altobelli,
             Giuseppe Baresi, Walter Zenga, Christian Vieri, Andreas Brehme, Javier Zanetti, Mario Balotelli, Ronaldo,
             Cristian Chivu, Dejan Stankovic, Goran Pandev
Trainer: Helenio Herrera, Giovanni Trapattoni, José Mourinho

AC Mailand

AC Mailand Sportlich ähnlich vergleichwar wie der Mailänder Stadtrivale ist auch der AC Mailand. Gegründet wurden die "Rossoneri" bereits am 16. Dezember 1899 als Mailänder Fußball- und Cricketklub von den Engländern Alfred Edwards und Herbert Kilpin. Nach einer anfänglichen sportlichen Durststrecke gehört "Milan" heute mit 18 Meisterschaften, fünf Pokalsiegen sowie mehreren internationalen Erfolgen ebenfalls zu den erfolgreichsten Fußballklubs der Welt. Allerdings gelang dem AC Mailand erst nach dem Zweiten Weltkrieg dank "Gre-No-Li" - dem Trio der schwedischen Spieler Gunnar Gren, Gunnar Nordahl und Nils Liedholm - der Aufstieg zu einer europäischen Spitzenmannschaft. Bekannt ist der Verein auch für seine Jugendarbeit. So unterhält "Milan" zahlreiche Ausbildungscamps in Italien und weiteren Ländern Europas, sowie in Amerika, Nordafrika und dem Nahen Osten. Seine Heimspiele trägt der Verein im Giuseppe-Meazza-Stadion, welches er sich mit dem Stadtrivalen Inter Mailand teilt.

Erfolge der Herren:
Italienischer Meister 1901, 1906, 1907, 1951, 1955, 1957, 1959, 1962, 1968, 1979, 1988, 1992, 1993, 1994, 1996,
                                 1999, 2004, 2011
Italienischer Pokalsieger 1967, 1972, 1973, 1977, 2003
Italienischer Supercupsieger 1988, 1992, 1993, 1994, 2004, 2011, 2016
UEFA Champions League Sieger 1963, 1969, 1989, 1990, 1994, 2004, 2007
Europapokalsieger der Pokalsieger 1968, 1973
UEFA Super Cup Sieger 1989, 1990, 1994, 2003, 2007
Weltpokalsieger 1969, 1989, 1990, 2007

Erfolge der Damen:
Italienischer Meister 1970, 1973, 1975, 1999
Italienischer Pokalsieger 1975, 1976, 1998
Italienischer Supercupsieger 1998, 1999

Hall of Fame:
Spieler: Gianni Riveria, Karl-Heinz Schnellinger, Gunnar Gren Gunnar Nordahl, Paolo Maldini, Cesare Maldini,
              Franco Baresi, Andrea Pirlo, Filippo Inzaghi, Alessandro Costacurta, Ruud Gullit, Frank Rijkaard,
              Marco van Basten, Clarence Seedorf, Marco van Basten, Andrej Schewtschenko, Dario Simic,
              Kacha Kaladse, Kaká, Cafu, Dida, George Weah, Oliver Bierhoff
Trainer: Fabio Capello, Carlo Ancelotti, Arrigo Sacchi, Vittorio Pozzo

AS Rom

AS Rom Der Hauptstadtverein AS Rom wurde am 7. Juni 1927 durch den Zusammenschluss der drei römischen Vereine die drei Vereine Alba Audace, Roman und Fortitudo gegründet. Seine sportlich erfolgreichste Zeit hatten "die Wölfe" in den 1980er-Jahren mit einer Meisterschaft und vier Pokalsiegen. Neben dem AC Florenz gelang "La Maggica" im Jahr 1961 mit dem Gewinn des Messepokals der erste Europapokaltriumph für einen italienischen Fußballverein. Größter sportlicher Konkurrent der "Wölfe" ist der Stadtrivale Lazio Rom. Dabei ist das "Derby della Capitale" auch von eine gewissen politischen Brisanz, da AS Rom traditionell in der Arbeitschaft verankert und der Stadtrivale eher in der Mittelschicht verankert ist. Die Heimspielstätte beider Hauptstadtvereine ist das Olympiastadion.

Erfolge der Herren:
Italienischer Meister 1942, 1983, 2001
Italienischer Pokalsieger 1964, 1969, 1980, 1981, 1984, 1986, 1991, 2007, 2008
Italienischer Superpokalsieger 2001, 2007

Erfolge der Damen:
Italienischer Meister 1979, 1980, 1987, 1988, 2002
Italienischer Pokalsieger 1977, 1985, 1999, 2003

Hall of Fame:
Spieler: Francesco Totti, Daniele De Rossi, Roberto Pruzzo, Giacomo Losi, Bruno Conti, Franco Tacredi,
             Antonio Cassano, Siniša Mihajlovic, Paulo Roberto Falcão, Aldair, Rudolf ("Rudi") Völler
Trainer: Sven-Göran Eriksson

Lazio Rom

Lazio Rom Der älteste Fußballverein der italienischen Hauptstadt ist hingegen Lazio Rom. Gegründet am 9. Januar 1900 durch Luigi Bigiarelli feierten "die Adler" ihre größten sportlichen Erfolge jedoch erst um die Jahrtausendwende. Auch wenn Lazio in den Manipulationsskandal von 2006 verstrickt war, brachten jedoch die politisch rechten bis rechtsextremen Ultra-Fans den Verein jedoch nachhaltig in Verruf.

Erfolge:
Italienischer Meister 1974, 2000
Italienischer Pokalsieger 1958, 1998, 2000, 2004, 2009, 2013, 2019
Italienischer Superpokalsieger 1998, 2000, 2009, 2017
Europapokalsieger der Pokalsieger 1999
UEFA Super Cup Sieger 1999

Hall of Fame:
Spieler: Giuseppe Favalli, Pierluigi Casiraghi, Silvio Piola, Thomas Doll
Trainer: Tommaso Maestrelli, Sven-Göran Eriksson

SSC Neapel

SSC Neapel Der SSC Neapel gilt traditionell als Aushängeschild des italienischen Fußballs in Süditalien. So konnten die "Azzuri" aus Kampanien als einziger Fußballklub über Jahre den erfolgreichen Vereinen aus dem Norden des Landes sportlich Paroli bieten. Gegründet wurde der Verein bereits am 1. August 1926 durch englische Hafenarbeiter. Seine größte sportliche Ära hatte "Napoli" jedoch in den 1980er-Jahren mit dem argentinischen Superstar Diego Maradona. Nach dessen Dping-Sperre im Jahr 1991 rutsche der SSC Neapel jedoch in die sportliche und wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. 2004 folgte schließlich die Insolvenz des Vereins.

Unter der Ägide des heutigen Vereinspräsidenten und Filmproduzenten Aurelio De Laurentiis konnte sich der süditalienische Verein wieder an der Spitze des italienischen Fußballs etablieren.

Erfolge:
Italienischer Meister 1987, 1989
Italienischer Pokalsieger 1962, 1976, 1987, 2012, 2014, 2020
Italienischer Superpokalsieger 1990, 2014
UEFA-Pokalsieger 1989

Hall of Fame:
Spieler: Diego Maradona, Marek Hamšík, Paolo Cannavaro, Giuseppe Bruscolotti, Attila Sallustro
Trainer: Ottavio Bianchi, Walter Mazzarri

Weitere Traditionsvereine: AC Florenz, Sampdoria Genua

Griechenland

Olympiakos Piräus

Olympiakos Piräus Der griechische Rekordmeister und -pokalsieger Olympiakos Piräus wurde am 10. März 1925 gegründet und zählt heute zu den erfolgreichsten Sportvereinen Griechenlands. Während die Fußballabteilung im Jahre 1979 aus dem Hauptverein Olympiakos Syndesmos Filathlon ausgegliedert wurde, sind weitere 18 Abteilungen beheimatet. So verbuchte Olympiakos auch in anderen Sportarten einige herausragende Erfolge, darunter im Basketball, Volleyball und Wasserball. Tragischer Höhepunkt in der Geschichte des Vereins war die Tragödie am 8. Februar 1981 am Gate 7 des Georgios-Karaiskakis-Stadions mit 21 Toten und 32 Verletzten.

Erfolge:
Griechischer Meister 1931, 1933, 1934, 1936, 1937, 1938, 1947, 1948, 1951, 1954, 1955, 1956, 1957, 1958, 1959,
                                  1966, 1967, 1973, 1974, 1975, 1980, 1981, 1982, 1983, 1987, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001,
                                  2002, 2003, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017
Griechischer Pokalsieger 1947, 1951, 1952, 1953, 1954, 1957, 1958, 1959, 1960, 1961, 1963, 1965, 1968, 1971,
                                         1973, 1975, 1981, 1990, 1992, 1999, 2005, 2006, 2008, 2009, 2012, 2013, 2015 Griechischer Supercupsieger 1980, 1987, 1992, 2007

Hall of Fame:
Spieler: Nikolaos Anastopoulos, Antonios Nikopolidis, Alekos Alexandris, Kostas Polychroniou, Lajos Détári,
             Oleh Protassow, Rivaldo
Trainer: Ferenc Puskás

Panathinaikos Athen

Panathinaikos Athen Der Hauptstadtverein Panathinaikos Athen gehört zu den beiden erfolgreichsten griechischen Fußballvereinen. Neben 20 Meisterschaften und 18 Pokalsiegen verzeichneten "die Kleeblätter" ihren bislang größten internationalen Erfolg mit der Finalteilnahme im Europapokal der Landesmeister 1971. Zudem gehört der Hauptverein Panathinaikos Athlitikos Omilos mit 20 Sportabteilungen zu den erfolgreichsten Sportvereinen Griechenlands, darunter auch im Basketball und Volleyball. Die Fans des Vereins gehören traditionell zur griechischen Mittelschicht.

Erfolge:
Griechischer Meister 1930, 1949, 1953, 1960, 1961, 1962, 1964, 1965, 1969, 1970, 1972, 1977, 1984, 1986, 1990,
                                  1991, 1995, 1996, 2004, 2010
Griechischer Pokalsieger 1940, 1948, 1955, 1967, 1969, 1977, 1982, 1984, 1986, 1988, 1989, 1991, 1993, 1994,
                                         1995, 2004, 2010, 2014
Griechischer Supercupsieger 1988, 1993, 1994

Hall of Fame:
Spieler: Antonis Antoniadis, Dimitrios Domazos, Ionais Goumas, Giorgos Karagounis, Antonios Nikopolidis,
             Krzysztof Warzycha, Juan José Borrelli
Trainer: Giorgos Kalafatis

Weitere Traditionsvereine: AEK Athen, PAOK Thessaloniki

Türkei

Galatasaray Istanbul

Galatasaray Istanbul Mit derzeit 22 Meisterschaften und 18 Pokalsiegen ist Galatasaray Istanbul heute der erfolgreichste Fußballverein in der Türkei. Als bislang einziger türkischer Klub waren "die Löwen" auch auf internationaler Ebene erfolgreich. Gegründet am 1. Oktober 1905 wurde der Verein auf der europäischen Seite des Bosporus nach dem Gymnasium der Vereinsgründer benannt. Gemeinsam mit den beiden anderen Vereinen aus Istanbul gehört Galatasaray seit Jahrzehnten zu den dominierenden Teams des türkischen Fußballs. Größter sportlicher Konkurrent ist Stadtrivale Fenerbahçe Istanbul ("Interkontinentales Derby"). Zudem sind auch die Basketballabteilungen von Galatasaray (Herren und Damen) besonders erfolgreich.


Erfolge:
Türkischer Meister 1962, 1963, 1969, 1971, 1972, 1973, 1987, 1988, 1993, 1994, 1997, 1998, 1999, 2000, 2002,
                               2006, 2008, 2012, 2013, 2015, 2018, 2019
Türkischer Pokalsieger 1963, 1964, 1965, 1966, 1973, 1976, 1982, 1985, 1991, 1993, 1996, 1999, 2000, 2005,
                                      2014, 2015, 2016, 2019
Türkischer Supercupsieger 1966, 1969, 1972, 1982, 1987, 1988, 1991, 1993, 1996, 1997, 2008, 2012, 2013, 2015,
                                            2016, 2019
UEFA-Pokalsieger 2000
UEFA Super Cup Sieger 2000

Hall of Fame:
Spieler: Hakan Sükür, Bülent Korkmaz, Metin Oktay, Ugur Köken, Gheorge Hagi, Gheorghe Popescu,
             Rigobert Song, Claudio Taffarel, Faryd Mondragón
Trainer: Fatih Terim, Josef ("Jupp") Derwall

Fenerbahçe Istanbul

Fenerbahçe Istanbul Der zweite große türkische Fußballverein Fenerbahçe Istanbul ist auf der asiatischen Seite des Bosporus beheimatet. Gegründet wurde der Arbeiterverein am 3. Mai 1907 von Nurizade Ziya Songülen, Ayetullah und Necip Okaner. Größter sportlicher Rivale der "Kanarienvögel" ist der europäische Stadtrivale Galatasaray Istanbul ("Interkontinentales Derby"). Weitere brisante Duelle liefert sich Fenerbahçe mit Besiktas Istanbul und Trabzonspor. International verzeichneten die "Kanarienvögel" mit dem Einzug ins Viertelfinale der UEFA Champions League 2008 und dem Halbfinaleinzug in der UEFA Europa League 2013.

Erfolge:
Türkischer Meister 1959, 1961, 1964, 1965, 1968, 1970, 1974, 1975, 1978, 1983, 1985, 1989, 1996, 2001, 2004,
                               2005, 2007, 2011, 2014
Türkischer Pokalsieger 1968, 1974, 1979, 1983, 2012, 2013
Türkischer Supercupsieger 1968, 1973, 1975, 1984, 1985, 1990, 2007, 2009, 2014

Hall of Fame:
Spieler: Rüstü Reçber, Volkan Demirel, Lefter Küçükandonyadis, Müjdat Yetkiner, Aykut Kocaman,
             Harald ("Toni") Schumacher, Emre Belözoglu, Roberto Carlos
Trainer: Carlos Alberto Parreira, Christoph Daum

Besiktas Istanbul

Besiktas Istanbul Der dritte große Istanbuler Fußballverein gehört seit Jahrzehnten zu den drei dominierenden Teams im türkischen Fußball. Gegründet wurde Besiktas Istanbul wurde am 4. März 1903 gegründet. Somit gilt "Besiktas Jimnastik Kulübü" ("Gymnastikclub Besiktas") vermutlich als ältester Sportverein der Türkei. Zunächst standen zwar Sportarten wie Ringen, Boxen, Gewichtheben und Turnen im Mittelpunkt. Allerdings wurde Fußball schnell zur Hauptsportart des Vereins. In den Anfangsjahren kamen die Fans von Besiktas hauptsächlich aus der Mittelschicht. Heute sind wie bei bei Galatasaray und Fenerbahçe alle Gesellschaftsschichten vertreten. Als einziger türkischer Verein konnte Besiktas zudem eine Meisterschaft ohne eine einzige Niederlage gewinnen.

Erfolge:
Türkischer Meister 1957, 1958, 1960, 1966, 1967, 1982, 1986, 1990, 1991, 1992, 1995, 2003, 2009, 2016, 2017
Türkischer Pokalsieger 1975, 1989, 1990, 1994, 1998, 2006, 2007, 2009, 2011
Türkischer Supercupsieger 1967, 1974, 1986, 1989, 1992, 1994, 1998, 2006

Hall of Fame:
Spieler: Metin Tekin, Necmi Mutlu, Sanli Saralioglu, Yusuf Tunaoglu, Kadir Akbulut, Süleyman Oktay, Recep Çetin
Trainer: Christoph Daum, Karl-Heinz Feldkamp

Weitere Traditionsvereine: Trabzonspor

Ungarn

Honvéd Budapest


Honvéd Budapest Der ungarische Hauptstadtverein Honvéd Budapest gehört zu den erfolgreichsten Vereinen des Landes. Gegründet wurden "die Mächtigen" 10. August 1908 durch den Lehrer Bálint Varga als Kispesti Athlétikai Club. Beheimatet ist er im Budapester Stadtteil Kispest. Im Jahre 1949 wurde der ungarische Verein in einen Armeeklub umgewandelt. Dies markierte den Beginn der goldenen 1950er-Jahre, als der Honvéd das Rückgrat der Goldenen Elf Ungarns. Damit galt der ungarische Traditionsverein zu den begehrtesten Privatspielpartnern vor der Einführung der Europapokalwettbewerbe.

Erfolge:
Ungarischer Meister 1950 (I), 1950 (II), 1952, 1954, 1955, 1980, 1984, 1985, 1986, 1988, 1989, 1991, 1993, 2017
Ungarischer Pokalsieger 1926, 1964, 1985, 1989, 1996, 2007, 2009

Hall of Fame:
Spieler: Ferenc Puskás, Sándor Kocsis, József Bozsik, Gyula Grosics, Lajos Détári
Trainer: Béla Guttmann, Jeno Kalmár, Lajoy Tichy

Weitere Traditionsvereine: Ferencváros Budapest, MTK Budapest FC, Újpest Budapest

Rumänien

Steaua Bukarest

Steaua Bukarest Der rumänische Rekordmeister und -pokalsieger wurde Steaua Bukarest am 7. Juni 1947 als Fußballklub der Armee gegründet. Mit bislang 26 Meistertiteln und 22 Pokalsiegen sind die "Militarii" heute der erfolgreichste Verein des osteuropäischen Landes. Seine ersten sportlichen Höhenflug hatte der Militärverein bereits in den 1950er-Jahren. Zum europäischen Spitzenklub stieg Steaua hingegen in den 1980er-Jahren auf. So gelang dem rumänischen Hauptstadtverein im Jahr 1986 als erstem osteuropäischem Klub der Gewinn des Europapokals der Landesmeister. Drei Jahre später gelang den "Militarii" erneut der Finaleinzug, doch musste sich Steaua schließlich dem AC Mailand geschlagen geben. Größter sportlicher Konkurrent ist Stadtrivale Dinamo Bukarest.

Erfolge:
Rumänischer Meister 1951, 1952, 1953, 1956, 1960, 1961, 1968, 1976, 1978, 1985, 1986, 1987, 1988, 1989,
                                   1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 2001, 2005, 2006, 2013, 2014, 2015
Rumänischer Pokalsieger 1949, 1950, 1951, 1952, 1955, 1962, 1966, 1967, 1969, 1970, 1971, 1976, 1979, 1985,
                                          1987, 1989, 1992, 1996, 1997, 1999, 2011, 2015
Rumänischer Ligapokalsieger 2015, 2016
Rumänischer Supercupsieger 1994, 1995, 1998, 2001, 2006, 2013
Europapokalsieger der Landesmeister 1986
UEFA Super Cup Sieger 1986

Hall of Fame:
Spieler: Helmuth Duckdam, Marius Lacatus, Gheorge Hagi, Stefan Iovan
Trainer: Emerich Jenei

Weitere Traditionsvereine: Dinamo Bukarest

Serbien

FK Roter Stern Belgrad

FK Roter Stern Belgrad Der serbische Hauptstadtklub FK Roter Stern Belgrad gehört heute zu den wichtigsten Aushängeschildern des Landes. Gegründet am 4. März 1945 von kommunistischen Funktioären stiegen die Rot-Weißen schnell zu den jugoslawischen Spitzenteams auf. Mit 24 Meisterschaften und 21 Pokalsiegen gilt Roter Stern heute als Rekordsieger des ehemaligen Jugoslawien. Nach dessen Auflösung konnte der Hauptstadtklub schnell an die alten nationalen Erfolge anknüpfen. Mit dem Gewinn des Europapokals der Landesmeister und zwei Mitropapokalsiegen konnten die Rot-Weißen auch einige internationale Erfolge verbuchen. Umfragen zufolge gilt Roter Stern als beliebtester Fußballverein in Serbien. Zudem hat der Verein auch viele Anhänger in den ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken. Größte sportliche Rivalen sind FK Partizan Belgrad ("Das ewige Derby") und OFK Belgrad.

Erfolge:
Jugoslawischer Meister 1951, 1953, 1956, 1957, 1959, 1960, 1964, 1968, 1969, 1970, 1973, 1977, 1980, 1981,
                                      1984, 1988, 1990, 1991, 1992, 1995, 2000, 2001, 2004, 2006
Jugoslawischer Pokalsieger 1948, 1949, 1950, 1958, 1959, 1964, 1968, 1970, 1971, 1982, 1985, 1990, 1993,
                                             1995, 1996, 1997, 1999, 2000, 2002, 2004, 2006
Serbischer Meister 2007, 2014, 2016, 2018, 2019
Serbischer Pokalsieger 2007, 2010, 2012
Europapokalsieger der Landesmeister 1991
Weltpokalsieger 1991

Hall of Fame:
Spieler: Dragan Džajic, Bora Kostic, Dejan Savicevic, Darko Pancev
Trainer: Ljupko Petrovic, Miljan Miljanic, Branko Stankovic

FK Partizan Belgrad

FK Partizan Belgrad Neben dem Stadtrivalen gehört der FK Partizan Belgrad zu den erfolgreichsten jugoslawischen und serbischen Fußballklubs. Gegründet wurde der Verein am 4. Oktober 1945 von jungen Offizieren der jugoslawischen Volksbefreiungsarmee. Nebendem Fußball wurden am gleichen Tag auch die Abteilungen Abteilung für Leichtathletik, Schach, Basketball und Volleyball gegründet. Die meisten Erfolge verzeichnete Partizan jedoch neben dem Fußball auch im Basketball und Wasserball. Größter sportlicher Konkurrent ist bis heute der Stadtrivale FK Roter Stern Belgrad ("Das ewige Derby"). Umfragen zufolge ist Partizan heute der zweitbeliebteste Fußballverein in Serbien.

Erfolge:
Jugoslawischer Meister 1947, 1949, 1961, 1962, 1963, 1965, 1976, 1978, 1983, 1986, 1987, 1993, 1994, 1996,
                                       1997, 1999, 2002, 2003, 2005
Jugoslawischer Pokalsieger 1947, 1952, 1954, 1957, 1989, 1992, 1994, 1998, 2001
Jugoslawischer Supercup-Sieger 1989
Serbischer Meister 2008, 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2015, 2017
Serbischer Pokalsieger 2008, 2009, 2011, 2016, 2017, 2019

Hall of Fame:
Spieler: Milan Galic, Predrag Mijatovic
Trainer: Stjepan Bobek, Miloš Milutinovic

Ukraine

FK Dynamo Kiew

FK Dynamo Kiew Der ukrainische Hauptstadtclub Dynamo Kiew gehört zu den erfolgreichsten Fußballklubs der ehemaligen Sowjetunion. Neben Dynamo Moskau gehörten die Weiß-Blauen von 1936 bis 1991 ununterbrochen der höchsten sowjetischen Spielklasse an. Neben zahlreichen sowjetischen Meisterschaften und Pokalsiegen verzeichnete Dynamo als einziger sowjetischer Verein auch zahlreiche europäische Erfolge. Dabei basiert der Erfolg des Vereins vor allem auch auf der Loyalität der Spieler, allen voran der heutige Rekordspieler und -torschütze Oleh Blochin. Nach dem Zerfall der UdSSR gehörte Dynamo zu den Gründungsmitgliedern der Premjer-Liha. Mit 15 Meisterschaften und elf Pokalsiegen sind die Weiß-Blauen heute Rekordhalter. Zu den traurigen Höhepunkten in der Vereinsgeschichte zählt das sogenannte "Todesspiel" am 9. August 1942, einer Partie zwischen einer Kiewer Mannschaft und Angehörigen der deutschen Flugabwehr.



Erfolge:
Sowjetischer Meister 1961, 1966, 1967, 1968, 1971, 1974, 1975, 1977, 1980, 1981, 1985, 1986, 1990
Sowjetischer Pokalsieger 1954, 1964, 1966, 1974, 1978, 1982, 1985, 1987, 1990
Sowjetischer Supercupsieger 1980, 1985, 1986
Ukrainischer Meister 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004, 2007, 2009, 2015, 2016
Ukrainischer Pokalsieger 1993, 1996, 1998, 1999, 2000, 2003, 2005, 2006, 2007, 2014, 2015
Ukrainischer Supercupsieger 2004, 2006, 2007, 2009, 2011, 2016, 2018, 2019
Europapokalsieger der Pokalsieger 1975, 1986
UEFA Super Cup Sieger 1975

Hall of Fame:
Spieler: Oleh Blochin, Andrij Schewtschenko, Olexandr Schowkowskyj, Serhij Rebrow, Maksim Shatskix
Trainer: Walerij Lobanowskyj

Russland

ZSKA Moskau

ZSKA Moskau Der russische Hauptstadtverein ZSKA Moskau wurde am 27. August 1911 gegründet und erlebte wie viele Vereine in der ehemaligen Sowjetunion einige Namenswechsel. Zwischenzeitlich wurden "die Pferde" auf Geheiß des sowjetischen Machthabers Josef Stalin aufgelöst. Bekannt wurde der Verein auch deshalb, weil er oftmals in Verbindung mit der Roten Armee genannt wurde. Nach dem Zerfall der UdSSR gehört zu den Gründungsmitgliedern der Premjer-Liga. Neben Zenit St. Petersburg ist ZSKA bislang auch der einzige russische Verein, der bereits internationale Titelgewinne vorweisen kann. Größte sportliche Rivalen sind zudem die Hauptstadtklubs Lokomotive Moskau und FK Dynamo Moskau sowie der russische Rekordmeister Spartak Moskau. Erfolgreich ist der Verein zudem auch in anderen Sportarten, darunter im Basketball oder Eishockey.

Erfolge:
Sowjetischer Meister 1946, 1947, 1948, 1950, 1951, 1970, 1991
Sowjetischer Pokalsieger 1945, 1948, 1951, 1955, 1991
Russischer Meister 2003, 2005, 2006, 2013, 2014, 2016
Russischer Pokalsieger 2002, 2005, 2006, 2008, 2009, 2011, 2013
Russischer Supercupsieger 2004, 2006, 2007, 2009, 2013, 2014, 2018
UEFA-Pokalsieger 2005

Hall of Fame:
Spieler: Wladimir Fedotow, Igor Akinfejew, Sergei Ignaschewitsch, Wassili Beresuzki, Vágner Love
Trainer: Waleri Gassajew

FK Zenit St. Petersburg

Zenit St. Petersburg Der FK Zenit St. Petersburg wurde 1925 unter dem Namen "Stalinez" (deutsch: "Staliner") gegründet. 1940 wurde der Klub in Zenit Leningrad umbenannt. Mit der Rückbenennung der Stadt in St. Petersburg erhielt der Verein schließlich seinen heutigen Namen. Seine größten Erfolge feierte Zenit allerdings nach dem Ende der Sowjetunion mit bislang vier Meisterschaften und Pokalsiege sowie dem Gewinn des UEFA-Pokals.

Erfolge:
Sowjetischer Meister 1984
Sowjetischer Pokalsieger 1944
Russischer Meister 2007, 2010, 2012, 2015
Russischer Pokalsieger 1999, 2010
Russischer Ligapokalsieger 2003
Russischer Supercupsieger 2008, 2011, 2015, 2016
UEFA-Pokalsieger 2008
UEFA Super Cup Sieger 2008

Hall of Fame:
Spieler: Nikolai Larionow, Andrei Arschawin, Oleg Salenko, Anatolij Tymoschtschuk
Trainer: Dick Advocaat

Weitere Traditionsvereine: Spartak Moskau, FK Dynamo Moskau, Lokomotive Moskau

Brasilien

Flamengo Rio de Janeiro

Flamengo Rio de Janeiro Der brasilianische Traditionsklub Flamengo Rio de Janeiro gehört mit einer Anhängerschaft von rund 40 Millionen Fans zu den beliebtesten Vereinen des südamerikanischen Landes. Gegründet am 17. November 1895 gehören die "Rot-Schwarzen" zu den vier Vereinen, die bislang nie in die Zweite Liga abgestiegen sind. Dabei spielt die Nähe des Klubs zu seinem Publikum eine durchaus relevante Rolle. Maskottchen des Vereins ist der "Nurubu" (Neuweltgeier). Größte sportliche Rivalen sind Fluminense Rio de Janeiro ("Fla-Flu") und Vasco da Gama ("Clássico dos Milhões"). Neben sechs Landesmeisterschaften und 34 Staatsmeisterschaften gehört der Gewinn der Copa Libertadores zu den größten Erfolgen von Flamengo.

Erfolge der Herren:
Brasilianischer Meister 1980, 1982, 1983, 1992, 2009
Brasilianischer Pokalsieger 1990, 2006, 2013
Südamerikapokalsieger 1981
Weltpokalsieger 1981

Erfolge der Damen:
Brasilianischer Meister 2016

Hall of Fame:
Spieler: Zico, Sócrates, Júnior, Zizinho, Júlio César
Trainer: Paulo César Carpegiani

Corinthians São Paulo

Corinthians São Paulo Gegründet am 1. September 1910 avancierte der Arbeiterverein Corinthians São Paulo schnell zu den größten und beliebtesten Fußballklubs in Brasilien. Umfragen schätzen die Anhängerschaft der Corinthiansauf etwa 30 bis 35 Millionen. Die Beliebtheit des Vereins begründet sich nicht nur durch die zahlreichen nationalen und internationalen Erfolge dank bekannter Spieler wie Sócrates, Gilmar oder Roberto Rivelino. In der öffentlichen Wahrnehmung entwickelten sich die Corinthians schnell zu einem Gegengewicht der Eliteklubs des Landes. Größter Rivale ist Palmeiras São Paulo ("Derby Paulista").

Erfolge:
Brasilianischer Meister 1990, 1998, 1999, 2005, 2011, 2015
Brasilianischer Pokalsieger 1995, 2002, 2009
Brasilianischer Supercupsieger 1990
Südamerikapokalsieger 2012, 2019
Recopa Sudamericana 2013
FIFA-Klub-Weltmeister 2000, 2012

Hall of Fame:
Spieler: Ronaldo, Sócrates, Roberto Rivelino, Gilmar, Wladimir Rodrigues dos Santos
Trainer: Tite

FC Santos

FC Santos Der FC Santos - auch genannt der "Fisch" - ist untrennbar mit Pelé verbunden. Gegründet am 14. April 1912 verzeichnete der brasilianische Traditionsklub mit dem zum "Athlet des Jahrhunderts" und Weltfußballer des 20. Jahrhunderts seine größten sportlichen Erfolge. Zudem ist der Verein bekannt dafür, bekannt dafür, viele neue Talente hervorzubringen. So spielten zahlreiche international bekannte brasilianische Spieler früher beim FC Santos. Bekannt wurde der Verein auch durch seine Erfolge im Frauenfußball.


Erfolge der Herren:
Brasilianischer Meister 1961, 1962, 1963, 1964, 1965, 1968, 2002, 2004
Brasilianischer Pokalsieger 2010
Südamerikapokalsieger 1962, 1963, 2011
Weltpokalsieger 1962, 1963

Erfolge der Damen:
Brasilianischer Meister 2017
Brasilianischer Pokalsieger 2008, 2009
Südamerikapokalsieger 2009, 2010

Hall of Fame:
Spieler: Pelé, Gilmar, Pepe, Zito, Carlos Alberto, Neymar
Spielerinnen: Marta, Cristiane, Érika
Trainer: Urbano Caldeira, Antoninho Fernandes, Lula

Weitere Traditionsvereine: Fluminense Rio de Janeiro, Palmeiras São Paulo, FC São Paulo, CR Vasco da Gama,
                                              Botafogo FR, Cruzeiro Belo Horizonte, Grêmio Porto Alegre

Argentinien

Boca Juniors Buenos Aires

Boca Juniors Buenos Aires Der Hauptstadtklub Boca Juniors Buenos Aires wurde am 3. April 1905 von italienischen Einwanderern im Stadtteil La Boca von Buenos Aires gegründet. Heute gehören diese zu den erfolgreichsten und beliebtesten Fußballklubs in Argentinien. Dabei geht die Verehrung gar soweit, dass sogar ein eigener Friedhof für die Fans ("Xeneizes") eingerichtet wurde. Größter sportlicher Konkurrent ist der Stadtrivale River Plate. So gilt der "Superclásico" auch als Kampf zwischen den beiden sozialen Klassen - der Arbeiterklasse (Boca) und der Mittel- und Oberschicht (River). Allerdings sorgt das brisante Derby zwischen den beiden argentinischen Hauptstadtvereinen oftmals auch für Gewaltaktionen zwischen den Fans.

Erfolge der Herren:
Argentinischer Meister 1931, 1934, 1935, 1940, 1943, 1944, 1954, 1962, 1964, 1965, 1969 (Nacional),
                                     1970 (Nacional), 1976 (Nacional), 1976 (Metropolitana), 1981 (Metropolitana),
                                     1992 (Apertura), 1998 (Apertura), 1999 (Clausura), 2000 (Apertura), 2003 (Apertura),
                                     2005 (Apertura), 2006 (Clausura), 2008 (Apertura), 2011 (Apertura), 2012 (Apertura), 2015,
                                     2017
Argentinischer Pokalsieger 1969, 2012, 2015
Südamerikapokalsieger 1977, 1978, 2000, 2001, 2003, 2007
Copa Sudamericana 2004, 2005
Recopa Sudamericana 1990, 2005, 2006, 2008
Weltpokalsieger 1977, 2000, 2003

Erfolge der Damen:
Argentinischer Meister 1992, 1998, 1999, 2000, 2001 (Apertura), 2002 (Clausura), 2003 (Apertura), 2004 (Clausura),
                                     2004 (Apertura), 2005 (Clausura), 2005 (Apertura), 2006 (Clausura), 2006 (Apertura),
                                     2007 (Clausura), 2007 (Apertura), 2008 (Clausura), 2009 (Apertura), 2010 (Apertura),
                                     2011 (Clausura), 2011 (Apertura), 2012 (Apertura), 2013 (Clausura), 2013

Hall of Fame:
Spieler: Diego Maradona, Alberto Tarantini, Silvio Marzolini, Antonio Roma, Carlos Tévez, Juan Román Riquelme,
             Martin Palermo, Natalio Pescia, Hugo Gatti, Roberto Cherro, Domingo Tarasconi
Trainer: Carlos Bianchi, Juan Carlos Lorenzo

River Plate Buenos Aires

River Plate Buenos Aires Rekordmeister des Landes ist River Plate Buenos Aires mit bislang 36 Meistertiteln. Gegründet wurden "die Millionäre" ("Los Millionarios") am 25. Mai 1901 ebenfalls im Stadtteil La Boca. Allerdings zog River Plate bereits 1938 in den Stadtteil Belgrano. Seinen Spitznamen erhielt der Klub bereits Anfang der 1930er-Jahre aufgrund von Transfers, welche River großteils mit Gold bezahlte. So war River Plate vor allem in den 1940er-Jahren für seine Offensive "La Máquina" (dt.: "die Maschine") bekannt und gefürchtet. Für einen besonderen Rekord sorgten die Fans am 8. Oktober 2012: Mit 7.829,74 Meter schufen rund 50.000 Fans die bislang längste Fahne der Welt in den Vereinsfarben Rot-Weiß. Größter sportlicher Rivale ist der Hauptstadtklub Boca Juniors ("Superclásico").

Erfolge der Herren:
Argentinischer Meister 1932, 1936, 1936 (Oro), 1937, 1941, 1942, 1945, 1947, 1952, 1953, 1955, 1956, 1957,
                                     1975 (Metropolitana), 1975 (Nacional), 1977 (Metropolitana), 1979 (Metropolitana),
                                     1979 (Nacional), 1980 (Metropolitana), 1981 (Nacional), 1986, 1990, 1991 (Apertura),
                                     1993 (Apertura), 1994 (Apertura), 1996 (Apertura), 1997 (Clausura), 1997 (Apertura),
                                     1999 (Apertura), 2000 (Clausura), 2002 (Clausura), 2003 (Clausura), 2004 (Clausura),
                                     2008 (Clausura), 2014 (Torneo final)
Argentinischer Pokalsieger 2016, 2017
Südamerikapokalsieger 1986, 1996, 2015
Copa Sudamericana 2014
Recopa Sudamericana 2015, 2016
Weltpokalsieger 1986

Erfolge der Damen:
Argentinischer Meister 1991, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 2002 (Apertura), 2003 (Clausura), 2009 (Clausura),
                                     2010 (Clausura)

Hall of Fame:
Spieler: Mario Kempes, Daniel Passarella, Ubaldo Fillol, Alberto Tarantini, Oscar Ruggeri, Ariel Ortega,
             Héctor Enrique, Hernán Crespo, Claudio Caniggia, Oscar Ruggeri, Nery Pumpido, Angel Labruna,
             Amadeo Carrizo, Enzo Francescoli
Trainer: Ramón Díaz, Marcelo Gallardo, José María Minella

Weitere Traditionsvereine: CA Independiente, Estudiantes de La Plata, CA Vélez Sársfield

Uruguay

CA Peñarol Montevideo

CA Peñarol Montevideo Der Club Atlético Peñarol aus der urugayischen Hauptstadt wurde bereits am 28. September 1891 von 118 Mitarbeitern der britischen Eisenbahngesellschaft Central Uruguay Railway gegründet und gilt somit als ältester Fußballverein des Landes. Benannt wurde Peñarol nach dem gleichnamigen Stadtteil Montevideos. Mit mittlerwile 49 Meisterschaften und mehreren internationalen Erfolgen gelten die "Manyas" heute zudem als einer der erfolgreichsten Klubs des südamerikanischen Landes. In Europa wurde der Verein vor allem durch seine Rundreise 1927 bekannt. Der Verein verfügt zudem über eine große Anhängerschaft. Umfragen zufolge bezeichnen sich etwa 45 Prozent der Uruguayer als Fans von Peñarol. Zudem besteht eine ausgeprägte sportliche Rivalität mit dem Stadtrivalen Nacional Montevideo.

Erfolge:
Uruguayischer Meister 1932, 1935, 1936, 1937, 1938, 1944, 1945, 1949, 1951, 1953, 1954, 1958, 1959, 1960,
                                     1961, 1962, 1964, 1965, 1967, 1968, 1973, 1974, 1975, 1978, 1979, 1981, 1982, 1985,
                                     1986, 1993, 1994, 1995, 1996, 1997, 1999, 2003, 2010, 2013, 2017, 2018
Südamerikapokalsieger 1960, 1961, 1966, 1982 1987
Weltpokalsieger 1961, 1966, 1982

Hall of Fame:
Spieler: José Leandro Andrade, Alcides Giggia Óscar Omar Míguez, Roque Máspoli, Obdulio Jacinto Varela,
             Àlvaro Gestido, Juan Pedro Arremón, Antonio Cámpolo, Lorenzo Fernández, Luis Suárez
Trainer: Juan López Fontana

Nacional Montevideo

Nacional Montevideo Gegründet am 14. Mai 1899 dominiert "El Decano" seit Jahrzehnten gemeinsam mit dem Lokalrivalen Club Atlético Peñarol den Fußball in Uruguay. Als erster kreolischer Verein Lateinamerikas konnte der Hauptstadtverein bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts die ersten nationalen Meisterschaften gewinnen. Auch bekannt als "Bolsos", "Tricolores", "Bolsilludos", "Albos", "Decanos" oder "Parquenses" gehört Nacional zu wenigen Vereine der Welt, der seit 1902 und somit fast seit der Vereinsgründung die farblich gleichen Trikots verwendet. Zudem besitzt der Club ebenfalls über ein enormes Fanpotential innerhalb Uruguays.

Erfolge der Herren:
Uruguayischer Meister 1902, 1903, 1912, 1915, 1916, 1917, 1919, 1920, 1922, 1923, 1924, 1933, 1934, 1939, 1940,
                                     1941, 1942, 1943, 1946, 1947, 1950, 1952, 1955, 1956, 1957, 1963, 1966, 1969, 1970, 1971,
                                     1972, 1977, 1980, 1983, 1992, 1998, 2000, 2001, 2002, 2005, 2006, 2009, 2011, 2012, 2015,
                                     2016
Südamerikapokalsieger 1971, 1980, 1988
Weltpokalsieger 1971, 1980, 1988

Erfolge der Damen:
Uruguayischer Meister: 1997, 2000, 2010, 2012

Hall of Fame:
Spieler: José Leandro Andrade, Héctor Scarone, Héctor Castro, Pedro Petrone, Aníbal Paz
Trainer: Ondino Viera

Weitere Traditionsvereine

SK Admira Wien
SK Admira Wien
FC Red Bull Salzburg
FC Red Bull Salzburg
FC Zürich
FC Zürich
BSC Young Boys
BSC Young Boys

Espanyol Barcelona
Espanyol Barcelona
Athletic Bilbao
Athletic Bilbao
FC Sevilla
FC Sevilla
AC Florenz
AC Florenz
Sampdoria Genua
Sampdoria Genua

FC Aberdeen
FC Aberdeen
FC Linfield
FC Linfield
AEK Athen
AEK Athen
Trabzonspor
Trabzonspor
GNK Dinamo Zagreb
GNK Dinamo Zagreb

AC Sparta Prag
AC Sparta Prag
IFK Göteborg
IFK Göteborg
Malmö FF
Malmö FF
Botafogo FR
Botafogo FR
FC São Paulo
FC São Paulo

CA Independiente
CA Independiente
Persepolis Teheran
Persepolis Teheran
Esteghlal Teheran
Esteghlal Teheran
Al Ahly Kairo
Al Ahly Kairo
al Zamalek SC
al Zamalek SC

Espérance Tunis
Espérance Tunis
Los Angeles Galaxy
Los Angeles Galaxy
New York Red Bulls
New York Red Bulls
D.C. United
D.C. United
Deportivo Guadalajara
Deportivo Guadalajara

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Höhepunkte in der Geschichte der Fußball-Bundesliga

Seit 1902 wird unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Deutsche Fußball-Meister ermittelt. Bis 1933 wurden diese zunächst im K.O.-System ermittelt. Nach 1948 konnte sich der DFB zunächst nicht auf eine einheitliche höchste Spielklasse einigen. So ermittelten die Sieger der Fußball-Oberligen den deutschen Meister. Von 1949 bis 1991 wurde zudem parallel unter dem Dach des Deutschen Fußball-Verbandes (DFV) der DDR-Meister ermittelt. Zudem richtet der DFB seit 1974 auch eine Damen-Meisterschaft aus. Auch im Junioren-Bereich werden mittlerweile eigene Meisterschaften ausgespielt.

Die Bundesliga ist die höchste Spielklasse im deutschen Fußball und wurde 1962 vom DFB ins Leben gerufen. Ausgerichtet wird sie seit 2001 gemeinsam mit der Deutschen Fußballliga (DFL). Zur Teilnahme benötigen die Vereine eine Lizenz, die nach sportlichen, rechtlichen, personell-administrativen, infrastrukturellen und sicherheitstechnischen, medientechnischen sowie finanziellen Kriterien vergeben wird.

Bereits 1932 forderte der damalige DFB-Präsident Felix Linnemann die Einführung einer "Reichsliga", welche die deutschlandweit 55 Einzelligen mit Erstligastatus ablösen sollte. Allerdings wiesen die Regionalverbände diese Pläne ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildeten die fünf Oberligen die höchste deutsche Spielklasse. Erst 1963 wurde die eingleisige Bundesliga mit zunächst 16 Vereinen eingeführt. Die Gründungsmitglieder waren:

Zur Saison 1965/66 wurde die Bundesliga schließlich auf 18 Vereine aufgestockt. Seit 1974 bildet die 2. Bundesliga mit ebenfalls 18 Mannschaften als zweithöchste Spielklasse in Deutschland den Unterbau der Bundesliga. Mit Ausnahme des FC Bayern München und des Hamburger SV haben alle großen deutschen Vereine eine oder mehrere Spielzeiten in der 2. Bundesliga verbracht. Hinzu kommen jahrelange Institutionen wie der SC Fortuna Köln, die Stuttgarter Kickers und Alemannia Aachen.

Bislang spielten 55 Vereine in der 1. Bundesliga und 122 Vereine in der 2. Bundesliga. Die wichtigsten Höhepunkte der höchsten Spielklasse im deutschen Fußball im Überblick:

28. Juli 1962
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beschließt in Dortmund die Einführung der Bundesliga zur Saison 1963/64. Sie löst als alleinige höchste landesweite Spielklasse die Oberligen ab und ersetzt den Pokalmodus, um den Deutschen Meister zu ermitteln.

24. August 1963
Die Bundesliga startet mit 16 Teams in ihre erste Saison. Bereits nach 58 Sekunden schießt der Dortmunder Friedhelm ("Timo") Konietzka den ersten Treffer in ihrer Geschichte.

14. August 1965
Zur Saison 1965/66 wird die Bundesliga auf 18 Mannschaften aufgestockt. Der heutige deutsche Rekordmeister FC Bayern München unterliegt bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den Lokalrivalen und späteren deutschen Meister TSV 1860 München mit 0:1.

28. August 1965
Gegen Eintracht Braunschweig erzielt Gerd Müller sein erstes Bundesliga-Tor. Mit insgesamt 365 Treffern gilt er heute als erfolgreichster Bundesliga-Torschütze. Zudem wurde Müller sieben Mal Torschützenkönig der Bundesliga. Ebenfalls unerreicht: mit 40 Treffern in der Saison 1971/72 hält er bis dato einen weiteren Bundesliga-Rekord.

28. Mai 1966
Die bislang schlechteste Spielzeit einer Bundesliga-Mannschaft geht zu Ende. Der SC Tasmania 1900 Berlin stellt gleich mehrere Negativrekorde auf: 15 Treffer bei 108 Gegentoren, 28 Niederlagen und mit 31 Spielen die längste sieglose Serie.

7. Juni 1969
Einen bis heute ebenfalls unerreichten Rekord stellt der 1. FC Nürnberg auf, indem er als bislang einziger deutscher Meister und Titelverteidiger direkt aus der Bundesliga absteigt.

5. Juni 1971
Mit einem 4:1-Sieg gegen Eintracht Frankfurt gelingt Borussia Mönchengladbach die erste erfolgreiche Titelverteidigung.

6. Juni 1971
Der Bundesliga-Skandal wird publik: Horst-Gregorio Canellas, damaliger Präsident von Kickers Offenbach, beweist anhand von Tonbändern, dass 18 Spiele der abgelaufenen Saison manipuliert wurden.

2. Juni 1974
Als "Unterhaus" nimmt die 2. Bundesliga mit 40 Vereinen in zwei Staffeln ihren Spielbetrieb auf. Zur Saison 1981/82 werden beide Staffeln dann zu einer eingleisigen Liga mit 20 Mannschaften zusammengefasst. Seit der Saison 1994/95 umfasst die 2. Bundesliga nur noch 18 Teams.

21. August 1976
Der Niederländer Roger van Gool schießt sein erstes Tor für den 1. FC Köln. Zuvor wechselte er für eine Million D-Mark vom FC Brügge in die Domstadt. Damit ging er als erster "Millionen-Transfer" in die Bundesliga-Geschichte ein.

29. April 1978
Am letzten Spieltag der Saison 1977/78 fährt Borussia Mönchengladbach mit einem 12:0 gegen Borussia Dortmund den bislang höchsten Bundesliga-Sieg der Geschichte ein.

7. September 1990
Die Bundesliga der Frauen nimmt nach dem Vorbild der Herren ihren Spielbetrieb auf. Sie ist die höchste Spielklasse im deutschen Frauenfußball.

3. August 1991
Nach der Vereinigung des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) mit dem Deutschen Fußball-Verband (DFV) der DDR spielen in der Saison 1991/92 ausnahmsweise 20 Mannschaften. Am Start sind auch die beiden ostdeutschen Vereine FC Hansa Rostock und Dynamo Dresden.

2. Mai 1998
Bereits am vorletzten Spieltag der Saison 1997/98 gelingt dem 1. FC Kaiserslautern eine Sensation: die "Roten Teufel" gewinnen als bislang erster und einziger Aufsteiger die Deutsche Meisterschaft.

18. Dezember 2000
In Frankfurt am Main wird der Ligaverband gegründet. Zum 1. Juli 2001 übernimmt die Deutsche Fußball-Liga (DFL) als hundertprozentige Tochtergesellschaft den Spielbetrieb, die Lizensierung und die Vermarktung der 1. und 2. Bundesliga.

19. Mai 2001
In einem Herzschlag-Finale sichert sich der FC Bayern München am letzten Spieltag der Saison 2000/2001 mit einem 1:1-Unentschieden gegen den Hamburger SV in der Nachspielzeit die Deutsche Meisterschaft. Nach einem 5:3-Erfolg gegen die SpVgg Unterhaching war der FC Schalke 04 für vier Minuten deutscher Fußballmeister.

18. Mai 2013
In der 50. Bundesliga-Saison 2012/13 sichert sich der FC Bayern München gleich mit mehreren Rekorden die 23. Deutsche Meisterschaft: Mit 91 Punkten, einer Tordifferenz von 80 Toren (98:18 Tore), 18 Gegentoren und 29 Siegen bei einer Saison-Niederlage sichern sich die Münchner bereits am 28. Spieltag vorzeitig den Titel - so früh wie bis dato keine andere Mannschaft zuvor.

1. Juni 2013
Als erstem deutschen Herren-Verein gelingt dem FC Bayern München das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und UEFA Champions League in einer Saison. Zudem gewinnt der Verein das erste deutsch-deutsche Finale in der Geschichte der UEFA Champions League. Bei den Damen sichert sich der VfL Wolfsburg das Triple aus Deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und UEFA Women's Champions League.

10. Mai 2014
Mit einem 3:1-Sieg gegen Hertha BSC am 25. März 2014 sichert sich der FC Bayern München bereits am 27. Spieltag den Meistertitel. Es ist die früheste Meisterschaftsentscheidung in der Bundesliga-Geschichte. Zudem stand erstmals eine Mannschaft im Monat März als Deutscher Meister fest. Einen weiteren Negativrekord stellte zudem der 1. FC Nürnberg auf: mit dem achten Bundesligaabstieg sind die Franken nun der alleinige Rekordhalter.

14. Mai 2016
Dem FC Bayern München gelingt erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs die vierte deutsche Meisterschaft in Folge. Ein weiterer Rekord: Am 24. Oktober 2015 gelangen dem deutschen Rekordmeister mit einem 4:0-Sieg gegen den 1. FC Köln als erster deutscher Mannschaft 1.000 Siege in der Bundesliga.

20. Mai 2017
In der 54. Saison gewinnt der FC Bayern München die fünfte Meisterschaft in Folge - bis heute ein unerreichter Regord in der Geschichte des deutschen Fußballs. Mit dem Saisonabschluss auf dem 14. Tabellenplatz ist der Hamburger SV der einzige deutsche Fußballverein, der noch nie aus der Bundesliga abgestiegen ist. Zudem spielt mit RB Leipzig der 55. Neuling in der Geschichte in der höchsten deutschen Spielklasse. Gleichzeitig ist es der erste Bundesligist aus den neuen Bundesländern seit 2009.

12. April 2018
Mit dem Hamburger SV steigt in der 55. Spielzeit das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga aus dem Oberhaus in die Zweitklassigkeit ab. Gleichzeitig gewinnt der FC Bayern München die sechste Meisterschaft in Folge.
Zudem weist die Saison zwei weitere Besonderheiten auf: Erstmals in der Geschichte des deutschen Fußballs verfügen die Schiedsrichter mit dem Videobeweis über eine zusätzliche Unterstützung. Zudem wird mit Bibiana Steinhaus erstmals eine Frau als Schiedsrichterin Spiele im Männerfußball leiten.

19. Mai 2019
Der FC Bayern München sichert sich am letzten Spieltag den siebten Meistertitel in Folge. Weiterer Rekord: Ein Jahr nach dem Aufstieg aus der 2. Bundesliga steigt der 1. FC Nürnberg wieder als Tabellenletzter ab. Es ist der insgesamt neunte Abstieg für die "Clubberer".

Seit 1969 wird die A-Junioren-Meisterschaft ausgespielt. Zur Saison 2003/04 wurde dazu die A-Junioren-Bundesliga ins Leben gerufen. Die Spieler sind dabei in der Regel zwischen 17 und 19 Jahren alt. Seit 1977 wird zudem die deutsche B-Junioren-Meister ermittelt. Die Spieler sind dabei in der Regel zwischen 15 und 17 Jahren alt. Zur Saison 2007/08 wurde dazu die B-Junioren-Bundesliga gegründet. 2012 wurde zudem im Damen-Bereich die B-Juniorinnen-Bundesliga gegründet.


Spielzeiten der 1. und 2. Bundesliga

1. Bundesliga der Herren
1. Bundesliga der Frauen

2. Bundesliga der Herren
2. Bundesliga der Frauen


Statistiken zur Bundesliga im Überblick

Vereine der Herren-Bundesliga Vereine der Frauen-Bundesliga

Ewige Tabelle der 1. Bundesliga Ewige Tabelle der 2. Bundesliga

Rekordspieler der 1. Bundesliga Rekordtorschützen der 1. Bundesliga

Rekordspieler der 2. Bundesliga Rekordtorschützen der 2. Bundesliga

Rekordspieler der 3. Liga Torschützenkönige der 3. Liga

Torschützenkönige der 1. Bundesliga Torschützenkönige der 2. Bundesliga

Torschützenköniginnen der 1. Bundesliga Torschützenköniginnen der 2. Bundesliga

Meistertrainer der Herren-Bundesliga Meistertrainer der Frauen-Bundesliga

Trainer in der 1. Bundesliga der Herren Spielstätten der Fußball-Bundesliga

Mannschaftskader der Bundesliga
Tabellenführer der 1. Bundesliga

Relegation zur Bundesliga Aufstieg zur 1. Bundesliga

Aufstieg zur 2. Bundesliga Aufstiegsrunde zur 3. Liga

Hattricks in der Bundesliga Statistik zur 1. Frauen-Bundesliga


Landes- und Verbandsligen im Überblick

Verbandsliga Baden Landesliga Bayern

Berlin-Liga Brandenburg-Liga

Landesliga Bremen Landesliga Hamburg

Verbandsliga Hessen Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern

Landesliga Mittelrhein Landesliga Niederrhein

Landesliga Niedersachsen Rheinlandliga

Sachsenliga Verbandsliga Sachsen-Anhalt

Saarlandliga Verbandsliga Schleswig-Holstein

Verbandsliga Südbaden Verbandsliga Südwest

Thüringenliga Westfalenliga

Verbandsliga Württemberg


Deutsche Fußballmeisterschaften im Überblick

Deutsche Fußballmeister im Überblick Regionale Titelträger 1945-1964

Deutsche Fußballmeisterschaft
Meisterschaft in der BR Deutschland

Deutsche Amateurmeisterschaft
Berliner Meister 1912-1933

Westdeutsche Meister 1903-1933 Mitteldeutsche Meister 1902-1933

Südostdeutsche Meister 1907-1933 Süddeutsche Meister 1897-1933

Bergland-Meisterschaft 1926-1933 Breslauer Meisterschaft 1903-1933

Mittelschlesische Meisterschaft 1921-1933 Niederlausitzer Meister 1901-1906

Niederschlesische Meister 1907-1933 Oberlausitzer Meisterschaft 1907-1933

Oberschlesische Meisterschaft 1906-1933 Posener Meisterschaft 1909-1914

Märkische Meister 1902-1911 Gaumeister 1934-1945

Zonenmeisterschaften in Deutschland Britische Zonenmeisterschaft



Fußballmeister der DDR

Zwischen 1949 und 1991 bildete die DDR-Oberliga die höchste Spielklasse im DDR-Fußball und damit das ostdeutsche Pendant zur Bundesliga. Bereits früh geriet die DDR-Oberliga unter partei- und sportpolitischem Einfluss. Zwischen 1971 und 1978 dominierten der 1. FC Magdeburg und die SG Dynamo Dresden die Oberliga.

Im Jahre 1979 begann mit Förderung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) die Ära des BFC Dynamo, der bis 1988 insgesamt zehn Meisterschaften (1979, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985, 1986, 1987, 1988) in Folge gewinnen konnte und somit Rekordmeister der DDR wurde. Allerdings kam heraus, dass auch Manipulationen der Schiedsrichter eine Rolle bei den Titelgewinnen trugen.

Die letzte Saison 1990/91 diente letztlich nur noch zur Qualifikation der ehemaligen DDR-Vereine für die 1. und 2. Bundesliga; Meister wurde der FC Hansa Rostock.

Spielzeiten der DDR-Oberliga
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Höhepunkte in der Geschichte des DFB-Pokals

Nach der Deutschen Meisterschaft gilt der DFB-Pokal als zweitwichtigster nationaler Vereinswettbewerb in Deutschland. Die Sieger werden jeweils im K.o.-System ermittelt - startberechtigt sind neben den 36 Vereinen der 1. und 2. Bundesliga auch die 21 Verbandspokalsieger. Ebenso teilnahmeberechtigt sind die ersten vier Mannschaften der 3. Liga sowie drei weitere Amateurmannschaften aus den drei Landesverbänden Bayern, Westfalen und Niedersachsen, zu denen die meisten Herrenmannschaften gehören. Vorgänger des DFB-Pokals war der sogenannte "Tschammerpokal", der vom damaligen Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten nach dem Vorbild des englischen Fußballs initiiert worden war. Rekordpokalsieger ist der FC Bayern München (1957, 1966, 1967, 1969, 1971, 1982, 1984, 1986, 1998, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010, 2013, 2014, 2016). Seit 1987 wird zudem der DFB-Junioren-Vereinspokal für männliche A-Jugendmannschaften ausgespielt. Startberechtigt sind dabei die Sieger der A-Jugend-Verbandspokale.

6. Januar 1935
Mehr als 4.000 Vereine starten in die erste Tschammerpokals. In den Spielen der Vor-, Zwischen- und Hauptrunden werden die besten 64 Klubs der Schlussrunde ermittelt.

8. Dezember 1935
Vor 60.000 Zuschauern wird im Düsseldorfer Rheinstadion das erste Endspiel im Vereinspokal ausgetragen. Am Ende setzt sich der 1. FC Nürnberg mit 2:0 gegen den FC Schalke 04 durch.

17. August 1952
Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg startet mit der DFB-Pokal mit 32 Mannschaften in seine erste Spielzeit. Im Finale gewinnt schließlich Rot-Weiß Essen mit 2:1 gegen Alemannia Aachen.

Weitere Höhepunkte
Da "der Pokal hat seine eigenen Gesetze" hat, haben vor allem die Partien zwischen den unterklassigen Vereinen und den Bundesliga-Teams einen besonderen Reiz. So schied der Hamburger SV in der Spielzeit 1974/75 bereits in der 2. Hauptrunde mit 1:2 gegen den VfB Eppingen aus. Zehn Jahre später Saison 1984/85 schied der HSV bereits in der 1. Hauptrunde mit einer 0:2-Niederlage gegen den SC Geislingen aus.

In der Saison 1997/98 schaltete Eintracht Trier mit dem amtierenden Meister und Champions-League-Sieger Borussia Dortmund sowie mit UEFA-Pokalsieger FC Schalke 04 gleich zwei vermeintlich stärkere Gegner aus. In der Saison 2001/02 gelang dem Verbandsligisten SSV Ulm 1846 auch der erste Sieg eines Fünftligisten über ein Bundesliga-Team. In der 1. Hauptrunde gewannen die Ulmer mit 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg.

Auch der Rekord-Pokalsieger FC Bayern München musste sich bereits mehrfach unterklassigen Mannschaften geschlagen geben: in der Saison 1990/91 verloren die Münchner gegen den nordbadischen FV 09 Weinheim mit 0:1. Gegen den damals viertklassigen 1. FC Magdeburg schieden die Bayern bereits in der 2. Hauptrunde der Spielzeit 2000/01 mit 5:3 nach Elfmeterschießen aus. Besonders legendär ist jedoch die 0:1-Niederlage gegen den Regionalligisten TSV Vestenbergsgreuth in der Saison 1994/95.

Ebenfalls historisch: In der Saison 1984/85 unterlag der FC Bayern München in einem legendären Finale knapp gegen einen den Außenseiter FC Bayer 05 Uerdingen. Für den Krefelder Verein war es der bislang größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. In der folgenden Saison der Uerdinger 7:3-Sieg im Europapokal der Pokalsieger gegen den damaligen DDR-Pokalsieger SG Dynamo Dresden als "Wunder von der Grotenburg" in die Fußballgeschichte ein.

Immerhin schafften es drei Drittligisten auch in ein Endspiel des DFB-Pokals: am 12. Juni 1993 setzt sich Bayer Leverkusen mit 1:0 gegen die Amateure von Hertha BSC durch. Der damalige Regionalligist FC Energie Cottbus unterlag am 14. Juni 1997 dem VfB Stuttgart mit 0:2, während der 1. FC Union Berlin das Finale am 26. Mai 2001 gegen den FC Schalke 04 ebenfalls mit 0:2 verlor.

Auch zahlreiche Zweitligisten konnten sich schon für ein Finale des DFB-Pokals qualifizieren. Allerdings konnte sich nur Hannover 96 am 23. Mai 1992 mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzen. Dies war der bislang einzige Finalsieg eines Nicht-Erstligisten in der Geschichte des DFB-Pokals. Zum einzigen Stadtderby in einem Pokalfinale kam es am 11. Juni 1983, als der 1. FC Köln im ausverkauften Müngersdorfer Stadion mit 1:0 gegen den SC Fortuna Köln gewann.

Gelgentlich kann es auch zu einem Aufeinandertreffen von zwei Mannschaften aus dem gleichen Verein kommen. Am 16. August 1997 gewannen die Profis vom 1. FC Kaiserslautern mit 5:0 gegen die eigenen Amateure. In der Saison 2000/01 konnten sich zudem in der 2. Hauptrunde die Profis des VfB Stuttgart mit 3:0 gegen die vereinseigenen Amateure durchsetzen.

Highlights im DFB-Pokal der Frauen
Seit 1980 spielen auch die Damen in einem eigenen Wettbewerb den DFB-Pokal aus. Wie bei den Herren wird auch hier der Sieger im K.o.-System ermittelt. Startberechtigt sind die 36 Vereine der beiden Bundesligen sowie die 21 Landespokalsieger. Erfolgreichster Verein mit neun Titeln ist der 1. FFC Frankfurt (1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2007, 2008, 2011, 2014). Auch bei den Frauen kommt es gelegentlich zu Sensationen: In der Saison 1992/93 warf Tennis Borussia Berlin in der 1. Hauptrunde den amtierenden Meister und Pokalsieger SSG Bergisch Gladbach 09 mit 3:1 aus dem Wettbewerb.

Die bislang größte Pokalsensation schaffte allerdings der damalige Regionalligist Grün-Weiß Brauweiler, als er in der Saison 1990/91 gleich vier Bundesligisten ausschalten konnte. Im Finale gewann das Team dann mit 1:0 gegen den amtierenden deutschen Meister TSV Siegen. Dies war der bis heute einzige Pokalsieg eines Zweitligisten in der Geschichte des Wettbewerbes.


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